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Tropische Böden

In den Tropen gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bodentypen. Bestimmend für die Bodenentwicklung ist das ganzjährig feuchte Klima und die hohen Durchschnittstemperaturen. Dadurch ist der Boden meist bis in mehrere Meter Tiefe entwickelt.

© S. Lazar

Sind tropische Böden fruchtbar?

Tropische Böden sind meist tiefgründig verwittert. Deshalb werden kaum Nährstoffe aus dem Gestein nachgeliefert. Die Böden beziehen somit ihren Nährstoffvorrat vor allem aus absterbenden Pflanzenresten des Regenwaldes. Wird der Regenwald gerodet, werden auch keine Nährstoffe nachgeliefert. Deshalb sind die Böden meist schnell ausgelaugt. Wesentlichen Einfluss auf das Nährstoffangebot hat die Art der Tonmineralbildung. Die in den Tropen häufigen Zweitonschichtminerale können aufgrund ihrer chemischen Struktur Nährstoffe weniger gut "speichern" als die in den mittleren Breiten üblichen sog. Dreitonschichtminerale.

© J. Botschak

Lateritböden

Typisch für die Tropen ist die Laterit-Bildung. Laterit von lat. later = Ziegel, wegen der ziegelroten Farbe des entstehenden Bodens. Sie ist eine Folge der hohen Niederschläge und der beträchtlichen Temperaturen, die zur Anreicherung von Aluminium- bzw. Eisenoxiden und -hydroxiden im Boden geführt haben.

© H.P. Thamm

Brandrodung

Da tropische Böden meist relativ humusarm sind, versuchten die Bauern in früheren Jahren durch ein ausgeklügeltes System der Brandrodung die Nährstoffe aus den Pflanzen zu erhalten. Kleine gerodete Flächen wurden ein Jahr verwendet und dann für die nächsten 40 - 50 Jahre wieder der Natur überlassen, damit sich der Boden erholen kann. Dieses System funktioniert allerdings nur so lange, wie die Menschen dem Boden ausreichend Zeit für die Regeneration zugestehen. Die jetzige Form der Brandrodung, durch die ganze Wälder abgebrannt werden, hat mit der ursprünglichen Form der Nutzung nur noch das Feuer gemeinsam.

© H.P. Thamm

Bodennutzung in den Tropen

Die Bedingungen der Bodennutzung in den Tropen unterscheiden sich von denen in den gemäßigten Breiten Mitteleuropas. Dennoch ist eine angepasste Bewirtschaftung möglich, wie das sog. Shifting Cultivation, das in vielen Ländern Mittelamerikas praktiziert wird.

© J. Botschak

Fruchtbare tropische Böden

Nicht alle tropischen Böden sind so labil wie die Lateritböden. Insbesondere in Tälern und in Küstennähe befinden sich oft Lehm- und Tonanschwemmungen. Hier sind die Böden grau bis schwarz und oft reich an organischen Stoffen, gutes Kulturland z.B. für den Reisanbau oder auch für eine Baumwollplantage.

© S. Lazar

Reisfelder

Vor allem auf Vulkanböden wie z.B. in Indonesien kann auch mehrjährig Reisanbau betrieben werden.

© S. Lazar

Terrassenbau

Durch den aufwendigen Terrassenbau wird eine Abschwemmung verhindert.