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Stauwasserboden oder Pseudogley - Boden des Jahres 2015

Diese Böden sind schwer zu bearbeiten, für den Ackerbau sind sie oft zu nass und oft zu trocken

Pseudogley - Stauwasserboden, Boden des Jahres 2015 © M. Dworschak

Gestaute Nässe

Stauwasserböden haben ihren Namen von dem gering durchlässigen Staukörper, der sich unterhalb des gut durchlässigen und humusreichen Oberbodens befindet. Es gehört viel Erfahrung dazu, die entweder zu trockenen oder zu nassen Böden (in Abhängigkeit von den Niederschlägen im Jahr) zu bewirtschaften. Man erkennt den Boden an seiner kleinräumigen Musterung aus nassgebleichten und rostfarbenen Bereichen. Diese Böden sind bevorzugte Standorte für ökologisch wertvolle Wälder mit Stieleichen, Heinbuchen, Eschen, Roterlen und Moorbirken.

Weidenutzung auf Stauwasserboden © GD NRW

Mal zu trocken, mal zu nass

In der Landwirtschaft eignen sich diese Böden am besten als Grünland. Befahren mit schweren Maschinen während der Nassphase zerstört den Bodenaufbau, Weidenutzung ist schonender.

Standortgerechter Stieleichen-Hainbuchenwald © M. Dworschak

Klimasensible Böden

Verändert sich durch Klimaerwärmung die Vegetationszeit, wird der Wasserverbrauch der Pflanzen ansteigen. Längere Trockenphasen führen dazu, dass sich Stieleichen-Hainbuchenwälder langsam zu Buchenwäldern entwickeln. In den letzten 50 Jahren hat sich die Vegetationszeit bereits um mehr als zwei Wochen verlängert und die Starkregenereignisse haben zugenommen. Diese Böden sollten aber auf keinen Fall entwässert werde, um sie intensiv zu nutzen.