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Meinungsstreit zum Flächenverbrauch

Es gibt viele Diskussionen zum Flächenverbrauch. "Zuviel", meinen viele. "Es geht nicht anders", sagen andere. Hier einige Statements.

© S. Lazar

Es gibt genug Fläche

"Ich behaupte kategorisch, dass noch genügend Fläche zur Verfügung steht, die bebaut werden kann."
Bürgermeister einer kleinen ländlichen Gemeinde

© S. Lazar

Alles wird zugebaut

"Und die vielen Umgehungsstraßen, um die sich Leute streiten, die zunehmenden Einkaufszentren am Rande der Stadt, die immer neuen Industriegebiete. Wo gibt es noch Gebiete, in denen man ungestört wandern kann. Alles wird zugebaut."
Bürger

© S. Lazar

Zeichen, dass die Wirtschaft floriert

"Es werden immer mehr landwirtschafltiche Flächen aufgegeben, viele davon werden als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Wenn ein Teil davon bebaut wird, sind das Zeichen, dass die Wirtschaft floriert. Wir brauchen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze Straßenbau, neue Gewerbegebiete und Einkaufszentren."
Investor

© S. Lazar

Flächenverbrauch = Wirtschaftswachstum ist zu einfach

"Die Formel Flächenverbrauch = Wirtschaftswachstum ist zu einfach und so verallgemeinert auch nicht richtig. Vor allem in den größeren Städten entstehen im näheren Umland auf der grünen Wiese immer neue Einfamilienhäuser und neue Gewerbegebiete, die vor allem im Osten teilweise zu 90 % leerstehen. Im Stadtinneren dagegen stehen Wohnungen leer und verfallen, Brachflächen werden nicht bebaut, und trotzdem sollen die Städte attraktiv bleiben und für die Leute, die aus dem Umland in die Stadt pendeln, Krankenhäuser, Schwimmbäder, Bibliotheken und sonst noch einiges bereitstellen und instand halten. Ökonomisch ist das sicher nicht. Und die Zerschneidung der Landschaft wirkt sich auf die Tourismusbranche auch nicht unbedingt positiv aus."
Stadtplaner

© S. Lazar

Wenn die Leute im Grünen wohnen wollen, sollte man sie nicht daran hindern

"Bei uns gibt es noch genügend Flächen. Es sind bundesweit nur 12 % der Flächen verbaut, nur die Hälfte davon ist versiegelt. Überschwemmungen gab es immer und bei uns fließt z.B. nur ein kleiner Bach. Da spielt der Bau von 5 oder 6 neuen Eigenheimen keine Rolle. Und dass die Leute mit Familien nicht in der Stadt wohnen wollen, kann ich gut verstehen. Wenn die Leute am Stadtrand im Grünen wohnen wollen, sollte man sie nicht daran hindern."
Bürger

© A. Rehse

Die Einflüsse berücksichtigen, die von der bebauten Fläche ausgehen

"Aus ökologischer Sicht ist der Flächenverbrauch von 129 ha pro Tag (!) ein ernst zu nehmendes Problem. Wenn es bei diesem Flächenverbrauch bleibt, ist Deutschland in 70 Jahren zugebaut. Wird mehr Fläche verbaut und versiegelt, kann weniger Regenwasser versickern. Das fließt statt dessen über Abwasserkanäle in die Flüsse, die ebenfalls immer mehr verbaut werden. Und dann wundert sich jeder, dass Überschwemmungen zunehmen. Vor allem sind es nicht nur die 12 % verbauter Flächen. Man muss auch die Einflüsse berücksichtigen, die von der bebauten Fläche ausgehen."
Hydrologe