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Die wichtigsten Gesteine

Eine kleine Auswahl - sechs aus mehr als 49.

© S. Lazar

Eigenschaften übernehmen

Böden entstehen durch die Verwitterung von Gesteinen in ihre mineralischen Bestandteile. Sie übernehmen damit wesentliche Eigenschaften des Ausgangsgesteins. Ist dieses reich an Nährstoffen, besitzt auch der Boden ein ergiebiges Nährstoffreservoir. Ist das Gestein kalkhaltig, verfügt auch der Boden über einen reichen Kalkvorrat und wird eher tonig, besteht das Ausgangsgestein aus Sandstein, wird der Boden eher sandig und sauer sein.

Flüssige Lava © D. Gerdts

Basalt

Basalt wird als Ergussgestein bezeichnet: Bei einem Vulkanausbruch dringt Magma aus dem Erdinneren an die Erdoberfläche. Die glühende Gesteinsmasse kühlt oft so schnell ab, dass die erstarrten Lavaströme noch die Fließbewegung anzeigen. Aus diesem Lavagestein entsteht meist ein fruchtbarer Boden. Die im Erdinneren aufgeschmolzenen Elemente wie Silizium, Aluminium, Eisen, Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium werden bei der Verwitterung des Basalt wieder gelöst und für die Pflanzen verfügbar.

© G. Brümmer

Granit

Granit entstand aus langsam erstarrtem Tiefengestein aus dem Erdinneren: Wenn Magma nicht eruptionsartig, sondern langsam aus dem Erdinneren an die Oberfläche dringt und abkühlt, können die flüssigen Bestandteile auskristallisieren. Je mehr Zeit sie haben, um so größer werden die Kristalle. Betrachtet man z.B. den Granit genau, sind kleine weiße, graue und schwarze Kristallbestandteile zu unterscheiden, aus denen der Granit besteht. Ein Merkspruch beschreibt einprägsam die wesentlichen Inhaltsstoffe: "Feldspat, Quarz und Glimmer, das vergess ich nimmer."

© S. Lazar

Quarz

Da Quarz aus einer Silizium-Sauerstoff-Verbindung (Kieselsäure) besteht, entstehen bei der Verwitterung eher saure Böden. Dies wird gemildert durch Feldspat, der neben Kalium auch Anteile an Natrium und Calcium enthält. Bei der Verwitterung z.B. durch den Einfluss von Hitze und Kälte zerfällt der Granit in diese Bestandteile. Es entsteht ein recht fruchtbarer Boden, der jedoch unter ungünstigen Bedingungen schnell entkalken kann.

© C. Korff

Sandstein

Sandsein sind Sedimentgesteine, d.h. sie sind das Produkt aus Verwitterung, Abtrag, Transport und Ablagerung in vergangenen Erdaltern. So sind z.B. die bis zu 1200 m mächtigen, durch Eisenoxid rot gefärbten Schichten des Buntsandsteins vor ca. 220 Mio. Jahren durch die Ablagerung von Sand, Geröllen und Verwitterungsschutt entstanden.
Da die Sandschichten vorwiegend aus Quarz bestehen und kalkarm sind, wird der sandhaltige Boden schnell sauer. Für den Ackerbau eignen sich diese Böden daher nur teilweise (z.B. für den Spargelanbau). Stattdessen sind sie oftmals bewaldet oder es ist eine Heidelandschaft entstanden. So erlaubt in vielen Fällen die gegenwärtige Vegetation einen Rückschluss auf den Boden und das darunter liegende Gestein.

Kalkstein

Kalkstein enthält Ablagerungen aus dem Meer: Die bis zu 100 m mächtigen Kalkbänke, die z.B. die Schwäbische Alb prägen, sind aus den organischen Ablagerungen des Meeres entstanden. So sind Ammoniten, Muscheln und Fischskelette als Versteinerungen erhalten geblieben.
Die Verwitterung erfolgt durch die Lösung des Kalks v.a. entlang von Schichtfugen, durch die sich auch Pflanzenwurzeln ihren Weg bahnen. Bei der Verwitterung entsteht ein kalkhaltiger, lehmig-toniger Boden, der zwar oft trocken, aber dennoch gut für die landwirtschafltiche Nutzung geeignet ist.
Wenn Kalkstein verwittert, wird dieser durch Wasser gelöst. Auf Figuren erkennt man dies daran, dass Inschriften und Gesichtszüge ähnlich wie der eingravierte Name auf einer Seife mit jedem Waschen mehr verschwinden.

© S. Lazar

Löss

Löss ist feiner als Sand und grobkörniger als Ton. Er wurde am Ende der letzten Kaltzeit vor ca. 10 000 Jahren mit dem Wind transportiert und am Rande der Mittelgebirge abgelagert. Dort liegen heute bis zu 15 m mächtige Lössschichten, die ideale Voraussetzung für die Bodenbildung bieten: Die entstehenden Lehmböden sind meist kalkhaltig, besitzen genügend Porenvolumen, um Wasser zu speichern, und sind bereits tiefgründig durchwurzelbar.

© S. Lazar

Tonschiefer

Tonschiefer bestehen zu großen Teilen aus tonhaltigen Gesteinsschichten, die z.B. in Seen oder Flussdeltas abgelagert und durch den Druck der nachfolgenden Schichten - sowie durch Wärme aus dem Erdinnern - zusammengepresst und verdichtet wurden. Der tonige Boden, der entsteht, ist meist nur schwer zu bearbeiten.