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Boden und Wasserenergie

Die Kraft des Wassers nutzen.

© C. Molt

Die älteste Energiequelle der Menschheit

Als älteste Energiequelle der Menschheit wird die Wasserkraft seit Jahrhunderten zur Erleichterung der Arbeit genutzt. Schon in vorindustrieller Zeit wurde sie zum Antrieb von Mühlen, Säge- und Hammerwerken genutzt. Heute wird mit Wasserkraft in Deutschland fast ausschließlich elektrischer Strom erzeugt.

© M. Kastler

Vom Wasser zum Strom

Die kinetische und potentielle Energie des Wassers wird über ein Turbinenrad in mechanische Rotationsenergie umgewandelt, die zum Antrieb von Generatoren genutzt werden kann. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland rund 20,7 Mrd. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraftnutzung erzeugt. Dies entspricht einem Anteil an der deutschen Stromerzeugung von 3,4%, einem Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 23,6% und einer Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 22,6 Mio. t . Über 80% dieser Energiemenge wird in niederschlagsreichen Mittelgebirgsregionen Bayerns und Baden-Württembergs erzeugt.

Talsperre © S. Lazar

Wasserkraftanlagen

Wasserkraftanlagen unterscheiden sich in kleine (kleiner 1 MW) und große Anlagen (größer 1 MW). Von den großen Wasserkraftanlagen sind wiederum 20% Speicherkraftwerke und 80% Laufwasserkraftwerke.

Wie bei jeder Form der Energiegewinnung stehen auch bei der Wasserkraft positive und negative Auswirkungen einander gegenüber.
Neben den Vorteilen der weitestgehend emissionsfreien Energieerzeugung gegenüber fossilen Energieträgern besteht jedoch zwischen Wasserkraftnutzung und Natur- und Gewässerschutz ein gewisses Spannungsfeld.

© S. Lazar

Auenlandschaften verschwinden

Die Errichtung von Staumauern und Staudämmen führt zu gravierenden Veränderungen der Lebensräume in den Auen. Flussaufwärts nimmt die Fließgeschwindigkeit ab, Bäche und Flüsse können zu stehenden Gewässern werden. Durch die regulierende Wirkung von Wasserkraftwerken bleiben flussabwärts Überschwemmungen aus oder kommen sehr selten vor. Gerade Überschwemmungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Anreicherung des Bodens mit neuen Nährstoffen. Auenlandschaften, welche durch sehr fruchtbare Böden geprägt sind, werden dadurch in ihren Eigenschaften verändert.

© S. Lazar

Der Grundwasserspiegel sinkt

Das nach dem Kraftwerk weiterfließende Gewässer weist eine höhere Fließgeschwindigkeit auf, dadurch schneidet sich der Fluss tiefer in das Flussbett ein. Ein mögliches Absinken des Grundwasserspiegels unterhalb des Wasserkraftwerks kann die Folge sein, was wiederum auch Einfluss auf die im Einzugsgebiet liegenden Böden und deren Wasserhaushalt hat. Dies kann durch ein sinnvolles Abführen des Wassers vermieden werden.