Hof Jäger
Querstraße 8
39221 Eickendorf
So kommen Sie
hin:
Mit
Bus und Bahn:
ca. 25 Min. Bahnfahrt (RB nach Staßfurt
/ Aschersleben) von Magdeburg bis Eickendorf
Bus 104 oder 152
Mit
dem Auto:
A 14 Halle Magdeburg
Abfahrt Schönebeck Richtung Welsleben,
Welsleben links nach Biere (ausgeschildert),
in Biere links halten,
in Eickendorf Richtung Groß Mühlingen
Querstraße geht links von der Hauptstraße ab
für Rollstuhlfahrer problemlos erreichbar.
Schwarzerde
aus Löß über Geschiebemergel.
|
Was ist zu sehen?
Das Museum befindet sich im früheren Pferdestall
des Gehöftes der Witwe Haberhauffe (heute Jäger). Neben Exponaten
zur Geschichte des Musterbetriebes und der Bodenschätzung sind Arbeitsgeräte
der Bodenschätzer sowie zwei Lackprofile des Reichsmusterstückes
mit entsprechenden Erläuterungen ausgestellt. In einer Kleingartenanlage
wurde ein begehbares Profil aufgegraben, das weitestgehend den Bodenverhältnissen
des Musterstückes entspricht.
Die Bodenschätzung wurde damals erstmals auf
Grundlage des "Gesetz über die Schätzung des Kulturbodens vom
16. Oktober 1934" für das gesamte Reichssgebiet nach einer
einheitlichen Vorgabe durchgeführt. Der Hintergrund bestand u.a.
in einer einheitlichen steuerlichen Bewertung der landwirtschaftlich
genutzten Flächen. Die Bodenschätzung liegt heute nahezu vollständig
für die landwirtschaftlich genutzten Flächen der Bundesrepublik
vor und bildet somit eine einmalige Informationsgrundlage für die
Bodenkunde und den Bodenschutz.
Schwarzerde aus Löß über Geschiebemergel

Ein Schätzungsausschuss führt die Arbeiten im
Gelände durch. Hierbei werden entsprechend der Flurstücke auf den
einzelnen Flächen in einem Raster Bohrungen von einem Meter Tiefe
vorgenommen und ein repräsentatives Grabloch angelegt. Die Beschreibung
und Dokumentation dieser Punkte erfolgt schichtweise nach einem
festen Schlüssel. Die Bewertungsgrundlage bilden Acker- bzw. Grünlandschätzungsrahmen.
Nach einem vorgegebenen System werden Informationen zur geologischen
Entstehung, der Bodenart und eine Zustandsstufe der Entwicklung
ermittelt. Auf Grundlage einer Kombination aus dieser Eingangsparametern
werden nach definierten Standardbedingungen Wertzahlen vergeben.
Die Wertezahl 100 stellt die höchste Wertzahl dar. Die Standardbedingungen
beziehen sich auf 8°C mittlere Jahrestemperatur, 600 mm Niederschlag,
ebene bis schwach geneigte Flächen, optimalen Grundwasserstand sowie
die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse mittelbäuerlicher Betriebe
in Mitteldeutschland des Jahres 1934. Abweichungen von diesen Bedingungen
führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der Spitzenbetrieb der Bodenschätzung,
an dem sich die Bewertung orientiert, verfügt über mehrere Flächen
mit der maximalen Punktzahl von 100.
Braunerde-Schwarzerde aus Löß über Schmelzwassersand

|