| So kommen Sie
hin:
Alle Bodendenkmäler
sind über den Elbe-Radweg von Meißen aus (S-Bahn 1 bis Meißen-Triebischtal
von Dresden-Neustadt) zu erreichen.
Göhrisch: Über den Radweg nach Norden über Zehren.
Löbsal: Mit
der Elbfähre auf das östliche Ufer übersetzen, dann nach Norden
bis Diesbar oder mit der Fähre Meißen-Goldkuppe und von dort wieder
Richtung Süden.
Zadel: Wie Löbsal,
aber nur bis Zadel.
Zehren: Nördlich
von Meißen, auf dem Radweg entlang dem westlichen Elbufer.
Zöthain: Von
Meißen nach Norden das westliche Elbufer entlang bis Zehren.
Von dort ins
Ketzerbachtal abbiegen.
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Was ist zu sehen?
Im Landkreis Meißen
kann man auf einer Fahrradrundtour verschiedene Bodendenkmäler entdecken.
Bodendenkmäler sind Teile der Landschaft und wichtige Erkenntnisquellen
der Kultur- und Erdgeschichte. Ein Landschaftselement wird jedoch
erst durch die Archäologie als Wissenschaft und einen juristischen
Akt zum Bodendenkmal (Behm, 2000), wodurch es auch dem Denkmalschutz
unterliegt. Der Boden in seiner Funktion als Archiv der Natur- und
Kulturgeschichte birgt diese Bodendenkmäler. Er weist oft selbst,
z.B. durch Bodenverfärbungen und Bodenveränderungen, die durch Menschen
vergangener Jahrhunderte verursacht wurden, archäologische Spuren
auf.
Zu den Bodendenkmälern gehören
archäologische Funde wie oberirdisch sichtbare Anlagen oder im Boden
befindliche, von Vegetation überdeckte Anlagen. Dies können Reste
von Befestigungsanlagen, Siedlungen, Grabanlagen, Höhlungen, Wüstungen
usw. sein.
Zur Wegekarte

Die Fahrradrundtour führt Sie zu den Resten
mehrerer Befestigungsanlagen unterschiedlicher Epochen im Landkreis
Meißen:
Der
Göhrisch eine bronzezeitliche Befestigung
der Lausitzer Kultur an der Elbe (ca. 800 v. Chr.).
Die Befestigung des Göhrisch ist gegen die sich
im Süden und im Westen anschließende Hochebene durch einen bis zu
12 m hoch erhaltenen Wall aus Lehm gesichert, der mit Holzrahmen
und Steinen versteift ist. Der ursprüngliche Zugang heute
noch im Gelände gut zu verfolgen führte am Steilhang entlang.
Der gegenwärtig als Weg benutzte Durchbruch ist jüngeren Datums.
Der
Burgberg von Löbsal (18. Jahrhundert v. Chr.)
Der erhaltene Erdwall besteht aus einem Versturz
der Burgmauer, die aus Holz und Erde nach Art eines Fachwerkverbandes
errichtet war.
Die Burg
von Zadel (10. Jahrhundert)
Archäologische Ausgrabungen im Jahre 1982 an
den spärlichen Überresten des Walls geben über die Konstruktion
der Befestigung Aufschluss. Die Mauern waren mit einer steinernen
Außenfassade versehen, ähnlich wie bei der Burg im gegenüberliegenden
Zehren.
Die Burg
von Zehren ein Zankapfel zwischen dem deutschen
Kaiser Heinrich II und dem polnischen Herzog Boleslav Chobry (11.
Jahrhundert.)
Heute noch ist im Gelände der Hauptwall erkennbar.
Ungefähr 120 m nördlich des Hauptwalls konnten spärliche Überreste
einer weiteren Wall- und Grabenanlage nachgewiesen werden, die jedoch
im Gelände kaum noch zu erkennen sind.
Der Zöthain
Mettelwitzer Burgberg eine slawische Befestigung (10.
Jahrhundert)
Von der Befestigungsanlage sind zwei parallel laufende Wälle im
Norden und Süden sichtbar geblieben. 1843 wurden Teile des nördlichen
Walles eingeebnet, um zusätzliches Ackerland zu gewinnen.
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