So kommen Sie hin:
Mit dem
Auto:
Der Bodenlehrpfad 1 liegt 12
km nordwestlich von Bad Segeberg. Von Heidmühlen Richtung Wahlstedt
kommend, befindet sich nach 3 km unmittelbar nach der Kreuzung gegenüber
dem Hinweisschild Forstamt ein Parkplatz. Auf dem Parkplatz
ist bereits ein Hinweisschild Bodenlehrpfad angebracht.
Dem Waldweg am Fuß der Erhebung Richtung
Nordwesten folgend, werden nach 250m zwei Hinweisschilder Profil
1 und Profil 2, 3 erreicht. Das Profil 1 liegt
auf der Kuppe, d.h. es muss auf die Anhöhe rechts vom Waldweg erstiegen
werden. Nach 100 m wird in südöstlicher Richtung das Profil 1 erreicht.
Die Profile 2 und 3 liegen 100 bzw. 200 m westlich vom Waldweg entfernt.
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Was ist zu sehen?
Der Bodenlehrpfad
mit drei, ca. 400 m voneinander entfernten Profilen liegt am Rande
der Segeberger Heide im zweitgrößten zusammenhängenden Waldgebiet
Schleswig-Holsteins. Der Bodenlehrpfad überbrückt einen Höhenunterschied
von ca. 15 m zwischen den einzelnen Profilstandorten. Hier lässt
sich der Kontrast zwischen der welligen Moräne und dem ebenen Talboden
mit der unterschiedlichen Bodenentwicklung bestens zeigen.
Die Profilgruben sind ca.
1,5 m breit, 3 m lang und 2 m tief.
Gemeinsam ist den drei Profilen
das sandige Ausgangs-material, welches sich im Einzelnen jedoch
soweit unterscheidet, dass es zu unterschiedlichen Boden-entwicklungen,
auch aufgrund der unterschiedlichen Wasserverhältnisse, kam.
Das erste
Profil ist gekennzeichnet durch Braunerde mit deutlicher
Eisen- und Humusverarmung im Oberboden und entsprechender Anreicherung
durch Eisenfreisetzung bei der Silikatverwitterung (podsoliert)
aus Flugsand.
Das 2.
Profil liegt ca. 15 m tiefer. Es handelt sich um einen Podsol
aus Flugsand über Talsand, der von oberflächennahem Grundwasser
geprägt ist (vergleyt). Der Standort ist als eben zu bezeichnen.
Die vorherrschende Bodenform
des 3. Profils ist ein Regosol-Podsol
aus nacheiszeitlichem Dünensand über Flugsand. Regosol ist Boden
mit humosem Oberboden über lockerem Ausgangsgestein. Zeitweiliger
Grundwassereinfluss ist an der schwachen Podsolierung erkennbar.
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Kontakt und
weitere Infos:
Dr. M.
Filipinski
LANU
Hamburger Chaussee 25
42220 Flintbek
und
C.T.
Aydin
Forstamt Segeberg
Glashütte
23812 Glashütte
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Böden und Landschaft
Das Gebiet
wurde stark durch eiszeitliche Prozesse geformt und geprägt. Der
Lehrpfad befindet sich inmitten der sogenannten Hohen Geest (Altmoräne).
Sie ist in
einem Zeitraum vor 125.000 - 200.000 Jahren durch Gesteinsschuttablagerungen
der Gletscher der vorletzten Eiszeit (Saale-Eiszeit) entstanden.
Im östlichen Teil des Waldgebietes lassen sich die Strukturen der
Altmoräne mit SO-NW-Verlauf noch heute gut erkennen. Im westlichen
Teil des Waldes erstreckt sich eine relativ ebene Sanderfläche,
die auf die Ablagerung von Schmelzwassersanden von den abtauenden
Saalegletschern vor etwa 125.000 -150.000 Jahren zurückgeht. Nördlich
des Waldes verläuft das breite weichseleiszeitliche Urstromtal",
durch das die Schmelzwässer der letzten Eiszeit abgeflossen sind.

Profil
2: Podsol über Talsand, der von oberflächennahem Grundwasser geprägt
ist.
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