Schleswig-HolsteinSH 2

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Teil 1] Einleitung, Texte
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Teil 2] Lehrpfade: Schleswig-Holstein - SH 2 = Itzehoe - Bredenhoper Gehölz bei Mörel
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Teil 3] EmpfehlungenSeitenende

Itzehoe - Bredenhoper Gehölz bei Mörel

So kommen Sie hin:

Mit dem Auto:
Von Kiel aus über Blumenthal-Nortorf-Gnutz-Heikenborstel

Der Bodenlehrpfad liegt 6 km nordöstlich von Hohenwestedt entfernt. Von der Ortschaft Mörel Richtung Nienstedt kommend, befindet sich nach 1,2 km am Ende des Buchenwaldes auf der linken Seite ein Hinweisschild aus Holz "Bodenlehrpfad". Am Waldrand kann geparkt werden.

Es führt ein Weg am Rand der Niederung in den Wald hinein, der westlich verläuft. 250 m von der Strasse entfernt, liegt das Profil 1. Den Waldweg folgend, befinden sich nach 150 bzw. 250 m auf der linken Seite das Profil 2 bzw. das Profil 3, die bereits auf einer Anhöhe liegen. Dem Weg weiter folgend, an der nächsten Gabelung rechts halten, werden nach 100 m das Profil 4, rechts vom Waldweg und nach weiteren 250 m links vom Waldweg, das Profil 5 erreicht.

 

Was ist zu sehen?

Der Lehrpfad umfasst 5 Profile, die etwa 600 m auseinander liegen.

Profil 1 im Bereich der Grundmoräne ist deutlich durch Stauwasser beeinflusst. Der Grundwasserstand schwankt witterungsbedingt stark. Über dem entkalkten, noch im ursprünglichen Verband befindlichem saaleeiszeitlichen Geschiebelehm befindet sich eine Schicht, in der er zerflossen und stärker steinig ist. Darüber befindet sich das Ausgangsmaterial mit unterschiedlichen Schluffanteilen (Korngröße 0,002 - 0,063 mm). Dies bedingte eine unterschiedliche Wasserdurchlässigkeit. Hier dominiert der Stauwassereinfluss. Eine Flugsanddecke, wie sie im Geestbereich häufig angetroffen wird, schließt das Profil ab.

Im Gegensatz zum ersten Profil zeigt das zweite keine Staunässemerkmale. Es befindet sich wie die Profile 3 und 4 am Hang in der Stauchmoräne, wo der Oberflächenabfluss gewährt ist. Die Bodenform lässt sich als Braunerde und unterschiedliche Eisrandbildungen aus Flugsand über Geschiebesand beschreiben.
Im Gegensatz zu Profil 2 ist das Ausgangsmaterial der späteren Bodenbildung des Profils 3 Schluff, der zusammen mit anderen Sedimenten vom Gletscher aufgestaucht wurde. Im oberen Bereich hat eine Verfließung des Materials stattgefunden. Darüber folgt podsolierter Flugsand.

Das Profil 4 ist aufgrund des lehmigen Ausgangsmaterials stärker als Profil 3 vom Stauwasser beeinflusst. Im oberen Bereich des Profils sind die Staunässemerkmale wiederum eher gering.

Profil 5 befindet sich in einer Geländeebene. Aufgrund dieser Reliefposition und des lehmigen Ausgangsmaterials ist hier nur ein geringer Staunässeeinfluss zu sehen.

Kontakt und weitere Infos:

M. Filipinski
LANU
Hamburger Chaussee 25
42220 Flintbek

und
C.T. Aydin
Forstamt Segeberg
Glashütte
23812 Glashütte

 

Böden und Landschaft

Die Bodenlandschaft gehört zum Naturpark Aukrug, der einen großen Bereich der Hohen Geest (Altmoräne), nördlich von Itzehoe einnimmt und auch ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Im Bereich des Lehrpfades treten zwei Landschaftstypen auf: Die flache und rein lehmige Grundmoränenlandschaft, die an die Niederungen mit Fischteichen grenzt und Staunässe aufweist. Und die wesentlich stärker gegliederte Stauchendenmoränenlandschaft mit einzelnen sandigen Bereichen, die bis zu ca. 80 m ü. NN erreicht. Das stärkere Relief gewährleistet einen guten Oberflächenabfluss, so dass staunasse Böden weniger vertreten sind.

Mit dem Übergang zwischen den Landschaftstypen verändert sich auch die für den Standort typische Waldgesellschaft. Im Bereich des Profilstandortes 1 bildete sich ein Drahtschmielen-Buchenwald aus, der typisch für nährstoffarme Standorte ist, während der Flattergras-Buchenwald die typische Waldgesellschaft für den Wechsel zum frischeren, nährstoffversorgten Bereich unterstreicht (Profil 2 – 5).

Profil 2

Profil 2

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Reiseführer - Zu den Böden Deutschlands Erstellt: 30.05.2001; Letzte Aktualisierung: 22.06.2001 © Umweltbundesamt, Berlin