So kommen Sie hin:
Mit
dem Auto:
Von Kiel aus über Blumenthal-Nortorf-Gnutz-Heikenborstel
Der Bodenlehrpfad liegt 6 km nordöstlich von Hohenwestedt entfernt.
Von der Ortschaft Mörel Richtung Nienstedt kommend, befindet sich
nach 1,2 km am Ende des Buchenwaldes auf der linken Seite ein Hinweisschild
aus Holz "Bodenlehrpfad". Am Waldrand kann geparkt werden.
Es
führt ein Weg am Rand der Niederung in den Wald hinein, der westlich
verläuft. 250 m von der Strasse entfernt, liegt das Profil 1. Den
Waldweg folgend, befinden sich nach 150 bzw. 250 m auf der linken
Seite das Profil 2 bzw. das Profil 3, die bereits auf einer Anhöhe
liegen. Dem Weg weiter folgend, an der nächsten Gabelung rechts
halten, werden nach 100 m das Profil 4, rechts vom Waldweg und nach
weiteren 250 m links vom Waldweg, das Profil 5 erreicht.
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Was ist zu sehen?
Der Lehrpfad umfasst 5 Profile, die etwa 600
m auseinander liegen.
Profil 1 im Bereich der Grundmoräne ist deutlich
durch Stauwasser beeinflusst. Der Grundwasserstand schwankt witterungsbedingt
stark. Über dem entkalkten, noch im ursprünglichen Verband befindlichem
saaleeiszeitlichen Geschiebelehm befindet sich eine Schicht, in
der er zerflossen und stärker steinig ist. Darüber befindet sich
das Ausgangsmaterial mit unterschiedlichen Schluffanteilen (Korngröße
0,002 - 0,063 mm). Dies bedingte eine unterschiedliche Wasserdurchlässigkeit.
Hier dominiert der Stauwassereinfluss. Eine Flugsanddecke, wie sie
im Geestbereich häufig angetroffen wird, schließt das Profil ab.
Im Gegensatz zum ersten Profil zeigt das zweite
keine Staunässemerkmale. Es befindet sich wie die Profile 3 und
4 am Hang in der Stauchmoräne, wo der Oberflächenabfluss gewährt
ist. Die Bodenform lässt sich als Braunerde und unterschiedliche
Eisrandbildungen aus Flugsand über Geschiebesand beschreiben.
Im Gegensatz zu Profil 2 ist das Ausgangsmaterial der späteren Bodenbildung
des Profils 3 Schluff, der zusammen mit anderen Sedimenten vom Gletscher
aufgestaucht wurde. Im oberen Bereich hat eine Verfließung des Materials
stattgefunden. Darüber folgt podsolierter Flugsand.
Das Profil 4 ist aufgrund des lehmigen Ausgangsmaterials
stärker als Profil 3 vom Stauwasser beeinflusst. Im oberen Bereich
des Profils sind die Staunässemerkmale wiederum eher gering.
Profil 5 befindet sich in einer Geländeebene.
Aufgrund dieser Reliefposition und des lehmigen Ausgangsmaterials
ist hier nur ein geringer Staunässeeinfluss zu sehen.
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