So kommen Sie hin:
Mit
dem Auto:
Der Bodenlehrpfad Dodau befindet sich 2,5 km nordöstlich von Eutin.
Von
Eutin, Richtung Plön kommend, liegt an der B76 eine Obstplantage.
Unmittelbar hinter der Obstplantage rechts, Richtung Kreuzfeld,
abbiegen. An der Försterei Dodau kann geparkt werden.
Hinter
der Försterei Dodau führt nordöstlich ein Waldweg nach Malente-Gremsmühlen.
Nach 700 m wird die erste Wege-kreuzung erreicht, der links gefolgt
werden sollte. An der nächsten Gabelung zuerst rechts und dann nach
wenigen Metern links halten. In der Mitte dieser Gabelung befindet
sich ein Unterstand, an dem ein Hinweisschild Bodenlehrpfad
angebracht ist.
Nach 700
m Richtung Norden folgt eine weitere Gabelung mit einem Hinweisschild
Bodenlehrpfad, an dieser Gabelung rechts halten. Das
Hinweisschild Profil 1 wird nach 50 m erreicht. Dieses
Profil befindet in einer Senke. In einer Entfernung von 100 m vom
Profil 1 liegt in nordöst-licher Richtung das Profil 2.
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Was ist zu sehen?
Der Lehrpfad befindet sich im östlichen Hügelland
Schleswig-Holsteins, das gekennzeichnet ist durch unruhige Oberflächenkonturen,
die aufgrund der jüngeren Entstehungszeit noch nicht durch Verwitterungs-
und Erosionsprozesse abgeflacht sind.
Die fünf Profilgruben (1,5 m breit, 3 m lang
und 2 m tief) sind so angelegt, dass sie die zwei Landschaftstypen
der Catena erfassen: die kuppige Ablationsmoräne im tiefergelegenen
südlichen Teil und die stärker wellige Stauchendmoränenlandschaft
mit Laub- und Mischwaldbeständen im höher gelegenen nördlichen Teil.
Die Profile befinden sich im Bereich der Revierförsterei Dodau zwischen
der B 76 und dem Dieksee bei Malente.
Das 1.
Profil befindet sich in der kuppigen durch das Abschmelzen
der Gletscher entstandene Ablationsmoräne. An der Profilsohle ist
der Geschiebemergel gerade noch zu sehen. Darüber folgt sandiger
Geschiebelehm, der oben verflossen ist und mehr grobes Material
enthält. Es folgen wasserstauende Horizonte mit darüberliegendem
wasserleitendem Geschiebelehm. Der abschließende Geschiebemergel
ist durch Oxidation gelblich gefärbt.
Das 2.
Profil befindet sich im Bereich der Geländeaufwölbung
der Ablationsmoräne. Zu sehen ist ein von Stauwasser geprägter Boden
(Pseudogley) mit einem wasserstauenden und wasserleitenden Horizont
aus sandig-lehmigen Sedimenten (Parabraunerde), die durch das Bodenfließen
beim Auftauen des gefrorenen Bodenmaterials (Fließerde) über tiefem
Geschiebelehm/-mergel entstanden sind.
Die Profile
3 - 5 befinden sich in der welligen Stauchendmoräne.
Die Bodenform des Profils 3 ist eine Braunerde über pseudovergleyter
Parabraunerde aus Fließerde über kalkhaltigem, kiesigem Moränensand,
der oben entkalkt ist.
Profil
4 befindet sich ganz oben im Steilhang. Unter schluffigem,
verbrauntem Sand liegt kalkhaltiger, kiesiger Moränensand, von dem
knapp 20 cm verflossen sind.
Profil 5 findet man in einer flachen Mulde auf der Endmoränenhöhe.
Mit diesem Profil soll die Auffüllung dieser Reliefposition mit
nacheiszeitlich umgelagerten humosen (Kolluvisol) Ablagerungen gezeigt
werden. Unter den ca. 80 cm schmutzigbraunen Sedimenten folgt eine
subfossile zweischichtige Parabraunerde.
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