Rheinland-PfalzRP 4

[Start]
[
Teil 1] Einleitung, Texte
[
Teil 2] Lehrpfade: Rheinland-Pfalz: RP 4 = Trier - Der GaytalPark
[
Teil 3] EmpfehlungenSeitenende

Trier - Der GaytalPark

Umwelt-Erlebnis-Zentrum GaytalPark
Bitburger Straße 1
54675 Körperich

Führungen jeden Sonntag: Frühling, Sommer, Herbst: 15 - 17 Uhr
Winter: 14 – 16 Uhr

Öffnungszeiten:
09.04. – 31.10.2001 (Sommer):
Di – So 10 – 18 Uhr
Ab 01.11.2001 (Winter): nur sonntags 10 – 17 Uhr

So kommen Sie hin:

Mit Bus und Bahn:
Ab 2001 ist eine Busverbindung von Bitburg nach Vianden (Luxemburg) geplant, die direkt beim GaytalPark halten wird.

Mit dem Auto:
Über Trier führt die B 51 Sie in die Eifel.
Von Köln starten Sie auf der A 1 in Richtung Eifel. Bei Blankenheim weiter auf die E 29 bis nach Bitburg.
In Aachen starten Sie auf der E40. Diese mündet in die E42 / A 60 (Richtung Malmedy).
Bei Bitburg nehmen Sie die Abfahrt Neuerburg / Vianden (B 50) und folgen der Hauptstraße bis nach Sinspelt. Dort biegen Sie in Richtung Vianden / Körperich ab.

 

Was ist zu sehen?

Der GaytalPark ist kein Wald-und-Wiesen-Museum, sondern ein Umwelt-Erlebnis-Zentrum, das Anregungen für das eigene Handeln bereithält. In einer multimedialen Ausstellung und auf einer 400 mal 500 Quadratmeter großen Außenanlage werden Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur sichtbar, Wechselwirkungen erlebbar.

Es wird gezeigt, wie die Natur auf menschliche Eingriffe reagiert und wie jede/r einzelne die Fehler der Vergangenheit vermeiden kann.

Dass über verschiedenen Gesteinen gänzlich unterschiedliche Böden entstehen, zeigen drei Glassäulen mit darin aufgeschichteten Bodenhorizonten.

Über die enge Verknüpfung von Bodenart und Nutzung informieren drei Bodenschnitte. Zudem kann der Besucher all das, was unter unseren Füßen lebt, als vergrößerte Holzmodelldarstellung bestaunen.

Die "Station Stein" im Außengelände des GaytalPark macht es anhand von Informationstafeln und einem geologischen Schnitt sichtbar: Durch den Deutsch-Luxemburgischen Naturpark geht ein Riss: Hier treffen zwei Gesteinsarten aufeinander, der Schiefer der Nordeifel und der Buntsandstein des Südens.

PhotoPhoto (/rp4_2.jpg)

Logo (rp4_1.jpg)

Kontakt und weitere Infos:
Stephan Kohler
Tel.: 06566 / 9693-0
Fax: 06566 / 9638-75
E-Mail:
kohler.s@gaytalpark.de
Internet: www.gaytalpark.de

 

Böden und Landschaft

Im Umwelt-Erlebnis-Zentrum wird das Thema Geologie und Boden in einer kindgerecht aufbereiteten Ausstellung aufgegriffen. Auftakt des Ausstellungsbereiches "Auf den Grund gehen" bildet ein Relief, welches die große geologische Vielfalt auf kleinem Raum verdeutlicht.

Die älteste geologische Schicht ist der im Unterdevon (vor ca. 400 Mio. Jahren) entstandene Schiefer. Er bedeckt weite Teile der Nordeifel. In vielen Steinbrüchen kann man die Schichtung des Schiefers beobachten. Meist liegen diese Schichten nicht mehr, wie ursprünglich abgelagert, horizontal, sondern mehr oder weniger senkrecht. Dies ist die Folge einer Gebirgsbildung vor etwa 330 Mio. Jahren. Damals wurden die Schichten im gesamten mitteleuropäischen Raum zusammengefaltet und nahezu senkrecht aufgestellt. Schiefer und Grauwacke bilden das Grundgebirge. Die nächst jüngere Schicht ist der Buntsandstein (ca. 220 Mio. Jahre alt). Hierbei handelt es sich um eine sehr zerklüftete, hellrote (gut zu erkennen) Gesteinsart (guter Grundwasserspeicher). Sie ist aus Schottern und Sanden entstanden, welche von Flüssen mittransportiert wurden. Noch jünger als der Buntsandstein sind die Gesteine des Muschelkalkes (vor 200 Mio. Jahren entstanden). Während der obere Muschelkalk (graue bis gelbliche Kalksteine und Dolomite) sehr porös ist, staut der mittlere Muschelkalk das Regenwasser. Daher entspringen im Muschelkalk zahlreiche Quellen. Es schließen sich die tonreichen Schichten des Keuper an (Stauhorizont, Unterlage des Luxemburger Sandstein). Die jüngste Schicht stellt der Luxemburger Sandstein dar. Auf der deutschen Seite des Naturparks findet man lediglich drei Restflächen, die von dieser Gesteinsart gebildet werden, wovon das „Ferschweiler Plateau“ die Größte ist. Hier entstanden riesige, senkrecht stehende Klüfte, die die Ursache für den Grundwasserreichtum des Plateaus sind.

E-Mail: Redaktion Reiseführer
E-Mail:
Webmaster Reiseführer
rbd/rp4.htm
(Internet-Version)
ZurückSeitenanfangWeiter
Reiseführer - Zu den Böden Deutschlands Erstellt: 18.06.2001; Letzte Aktualisierung: 22.06.2001 © Umweltbundesamt, Berlin