| So kommen
Sie hin:
Mit
Bus und Bahn:
Der Rundkurs beginnt am Gau-Algesheimer
Festplatz in der Stadtmitte, ca. 7 Minuten zu Fuß von der Bahnstation
Gau-Algesheim entfernt.
Mit
dem Auto:
Autofahrer, die über die Autobahn A
60 (Ausfahrt Ingelheim-West) und die B 41 anreisen,
finden am Ausgangspunkt eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen
vor.
Der Lehrpfad eignet sich außer für den interessierten
Einzelwanderer auch für Schulklassen jeden Alters (z. B. für Klassenwanderungen,
Unterricht im Freien, Projektwochen usw.). Ebenso sind die Hochschulstudenten
angesprochen.
Nicht geeignet für Rollstuhlfahrer, weniger
geeignet für Radfahrer.
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Was ist zu sehen?
Der geoökologische Lehrpfad Gau-Algesheim/Kreis
Mainz-Bingen führt auf einer Gesamtstrecke von 7,5 km am Rand des
Rheinhessischen Hügellandes durch eine einmalige Landschaft, die
sich besonders durch ihre kleinräumigen Landschaftsformen mit vielseitiger
Nutzung (Wein- und Obstbau, Ackerbau und Viehwirtschaft, Wald),
ihren sehr abwechslungsreichen Gesteins- und Bodenaufbau, seltenen
Pflanzen- und Tierarten im Naturschutzgebiet "Gau-Algesheimer
Kopf" sowie herrliche Ausblicke in die Umgebung (Rheintal,
Rheingau, Taunus, Hunsrück) auszeichnet.
Auf 15 Tafeln werden der Gesteinsaufbau und
die geologische Entwicklung der Region (vor allem im Tertiär und
Quartär) erklärt sowie, anders als bei anderen geologischen Lehrpfaden,
die Wechselbeziehungen zwischen Ausgangsgestein, Boden, Landschaftsformen,
Wasser, Klima, Vegetation, Tierwelt und Mensch erläutert. Hinzu
kommen historische Ausführungen zur Gau-Algesheimer Kalkbrennerei,
zur Gewinnung von Bausteinen für die Gau-Algesheimer Stadtkirche
und zum Judenfriedhof.
Die ersten drei Tafeln
des Rundkurses vermitteln die Grundkenntnisse zur regionalen Geologie,
zum Kreislauf des Wassers und zur Bodenkunde. Die nachfolgenden
Tafeln behandeln lokale und regionale Themen an Standorten, wo das
theoretisch Erlernte visuell und manuell nachvollzogen werden kann.
In mehreren Aufschlüssen können Bodenprofile vom Ausgangsgestein
(Kalk, Mergel, Löß, Flugsande, Urrhein-Sande) bis zum Oberboden
betrachtet oder mit dem Bohrstock (vor Ort ausleihbar!) erkundet
werden. Entlang des Lehrpfads sind folgende Böden anzutreffen: Rendzina
und Pararendzina, Braunerde und Parabraunerde, Terra fusca, Latosol,
Pseudogley und Kolluvium. Auch die Verlagerung der Böden von den
Hängen in die Täler durch Abschwemmungen und Rutschungen ist deutlich
sichtbar.
Auf der Hochfläche sind Latosol-Böden, die sich
unter feucht-tropischen Bedingungen im Tertiär gebildet haben, als
fossile Böden aus längst vergangenen Klimazeiten noch erhalten.
Die Tafeln mit bodenkundlichem Schwerpunkt enthalten
Fotos von Bodenprofilen, eine Bodenkarte sowie Erläuterungen zur
Entstehung und zum Schutz von Böden.
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| Kontakt
und weitere Infos:
Führungen nach
Absprache
Rathaus, Marktplatz 1, 55435 Gau-Algesheim
Tel.: 06725/3151
Fax: 06725/6616
Dr. Ulrich Maier-Harth
Geologisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Emy-Roeder-Str. 5
55129 Mainz
Tel : 06131/9254-306
Fax: 06131/9254-123
E-Mail : ulrich.maier-harth@gla-rlp.de
Ein
Lehrerhandbuch (PZ-Information) mit allen Texten, zahlreichen Abbildungen,
ausgearbeiteten Unterrichtsstunden und Schüler-Arbeitsblättern ist
beim
Pädagogischen
Zentrum
Europaplatz 7
55543 Bad Kreuznach
Tel.: 0671/84088-0
Fax
0671/8408810
erhältlich.
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Themen
der Tafeln:
- Der geoökologische Lehrpfad
- Geologischer Überblick
- Der Kreislauf des Wassers
- Böden
- Kalktertiär
- Rutschungen am Westerberg
- Quelle in der Michelskaut
- Salamanderlöcher
- Wald
- Steinkautergewann
- Landwirtschaft
- Löß
- Geologie von Hunsrück und Taunus
- Das Grundwasser im Rheintal
- Flugsandablagerungen
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