| Ort: Rheinhunsrück, südwestliches
Rheinisches Schiefergebirge, Raum Simmern-Kastellaun.
So kommen
Sie hin:
Mit
dem Auto:
A
61 Bingen-Koblenz, Abfahrt Rheinböllen, dann B 50 Richtung Simmern.
Fahrradtour:
Von Simmern nach Kastellaun, Länge
ca. 15 km, Steigung 120 Höhenmeter; einfache Tour für mittelmäßig
Geübte; auch für Familien und Schulklassen geeignet.
Fahrradverleih:
An beiden Orten möglich
Teilnehmergebühr:
4,00 DM pro Person
Das Programm wird ganzjährig angeboten, empfiehlt sich aber während
der wärmeren Jahreszeiten.
Begleitbroschüre:
Geo on bike-Radwandern im Külztal, (Bestelladresse siehe Kontakte).
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Was ist zu
sehen?
Der Schinderhannes-Radweg verläuft auf der Trasse
der ehemaligen Hunsrückbahn durch ein ruhiges und landschaftlich
reizvolles Wiesen- und Waldgelände. Landschafts- und Klimageschichte
werden anhand verschiedener Aufschlüsse aufgezeigt. Dazu gehören
die Ablagerung der devonischen Meerestone und ihre Überprägung durch
Schieferung und Faltung, die zur Bildung der Hunsrückschiefer führte,
Verwitterung, Erosion und Umlagerung dieser Gesteine in den folgenden
Klimaepochen der Erdgeschichte und die auf diesen Gesteinen entwickelten
Böden. Dabei führt die Exkursion vom devonischen Gesteinssockel
durch das mächtige tertiäre Verwitterungsprofil und mündet in der
Darstellung unserer heutigen Böden.
Ein weiterer Aspekt der Exkursion ist die vielfältige
bergbauliche Geschichte der Region, die an den Beispielen von drei
ehemaligen Gewinnungsstätten vorgestellt wird.
Beide Bodenaufschlüsse liegen etwas abseits
des eigentlichen Radweges im Wald.
Das Bodenprofil 1...
... befindet sich in der Gemarkung Birkenstruth
westlich der Ortschaft Alterkülz am Rande einer offen gelassenen
und mit Wasser gefüllten Tongrube. In Höhe des heutigen Wasserspiegels
steht weißer Kaolinton an. Er ist ein mariner alttertiärer Ton,
der aus der Verwitterung der alten Sockelgesteine stammt. Auf den
Kaolinton folgen rötliche sandigere Tone, die in den Eiszeiten durch
Fließbewegungen im Auftaubereich von Dauerfrostböden ihr heutiges,
taschenartig verwürgtes Erscheinungsbild erhielten. Darüber folgt
eine durch die eiszeitlichen Stürme angewehte Lößlehmdecke, in der
sich eine durch Staunässe überprägte Parabraunerde (Boden mit Tonverlagerung)
entwickelte.
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