NNW 3

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Teil 1]
Einleitung, Texte
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Teil 2] Lehrpfade: Nordrhein-Westfalen: NW 3 = Essen - Die neuen Böden des Ruhrgebietes
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Essen - Die neuen Böden des Ruhrgebietes

Universität-GH Essen
Abt. Angew. Bodenkunde
Gelbmarkiertes Gebäude
3. Etage, E-Gang
45117 Essen

Der Gangbereich ist öffentlich zugänglich.

Für Rollstuhlfahrer über den Aufzug problemlos zu erreichen
Zu besichtigen: täglich, außer Samstag und Sonntag. Ausnahmen sind in Abstimmung mit Priv. Doz. Dr. D.A. Hiller möglich.

So kommen Sie hin:

Mit Bus und Bahn:
Vom Bahnhof Essen in 7 Min. mit den Bussen 176 (Richtung Karnaper Markt) u. 188 (Richtung Gladbeck Oberhof).

 

Was ist zu sehen?

Die Abteilung Angewandte Bodenkunde der Universität Essen stellt in ihrem Flur eine Abfolge präparierter Bodenmonolithe (ca. 2 m hoch, ca. 30 cm breit, ca. 15 cm tief) aus: Von einem typischen, natürlichen Boden des Ruhrgebietes ausgehend (pseudovergleyte Parabraunerde, Profil 1) über verschiedene Stufen der Überformung (vier Profile) durch menschliche Eingriffe veränderte Böden bis hin zum völlig neuen „Stadt- bzw. Industrieboden“ des Ruhrgebietes (Profil 6).

Die Profile stammen aus dem zentralen Ruhrgebiet, dessen Böden durch die 150jährige Industriegeschichte vielfach derart umgestaltet sind, dass die natürlichen Bodenbildungen kaum noch ersichtlich sind. Es findet eine neue Bildung von Böden statt, deren Ausgangssubstrate nicht mehr die eiszeitlichen Hinterlassenschaften, sondern häufig Aschen, Schlacken, Bauschutt und diverse Abfälle des privaten Lebens bzw. der Produktion sind.

Kampus (nw3_3.jpg)

Kontakt und weitere Infos:
Priv. Doz. Dr.
Dieter A. Hiller
Tel.:0201/183-3202;
Fax: 0201/183-2390;
E-Mail:
Dieter.Hiller@uni-essen.de
  Die Gegensätze:
Profil 1: Typischer natürlicher Boden

Profil 1 (nw3_1.jpg)

Durch Niederschläge versauerter Boden im „Rheinelbepark“ in Gelsenkirchen-Ückerdorf (pseudovergleyte Parabraunerde). Aufgrund einer vorwiegend feinkörnigen Bodenarten-zusammensetzung ist der Boden schlecht wasserdurchlässig. Daraus resultieren die Rostflecken im Unterboden.

Profil 6: Neuer Stadt- bzw. Industrieboden

Profil 6 (nw3_2.jpg)

Kalkhaltiger Rohboden aus oberflächennahen, karbonatischen Eisenhüttenschlacken mit wechselnden Lagen von Bauschutt, gebranntem Bergematerial und stückigen Kokereiabfällen mit Schrott und anderen Produktuionsabfällen vom Gelände der ehemaligen Henrichshütte in Hattingen.

Vier Lackprofile der verschiedenen Stufen der Übergangsformen sind außerdem zu sehen:

Profil 2: Rohboden aus Lößabdeckung über Kohlerostaschen über Lößlehmauf-schüttungen im heutigen Rheinelbepark in Gelsenkirchen-Ückendorf

Profil 3: Kalkhaltiger, durch Humusbildung entwickelter Boden aus Aschen und Kokereiabfällen sowie Bauschutt über natürlich verwittertem und entkalktem Lößlehm vom Gelände der ehemaligen Kokerei der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf.

Profil 4: Kalkhaltiger schon durch Humusbildung entwickelter Boden in einem Kalksteinschotter. Darunter eine alte Bodenbildung in Aschen und Bauschuttgrus über verwittertem Lößlehm von einer ehemaligen Gleisanlage am Reckhammerweg – heute Städtischer Bauhof – in Essen Nordviertel.

Profil 5: Saurer Rohboden mit geringer Natursubstratabdeckung in Aschen und Bergematerialgrus über Trümmerschutt vom Gelände der ehemaligen Kokerei der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf.

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Webmaster Reiseführer
rbd/nw3.htm
(Internet-Version)
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Reiseführer - Zu den Böden Deutschlands Erstellt: 18.06.2001; Letzte Aktualisierung: 22.06.2001 © Umweltbundesamt, Berlin