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industrielle Tätigkeit veränderte im Ruhrgebiet, insbesondere
in der Emscherregion, viele Flächen völlig.
Wo ursprünglich Sumpfland, Felder und Wiesen
waren, entstanden Zechen, Stahlwerke, Bergehalden und Deponien.
Dadurch wurde nicht nur das natürliche Bodengefüge durcheinandergebracht.
Es entstanden auch zahlreiche Industrieböden
aus Materialien, die in der Natur so nirgendwo vorkommen.
Ausgehend von Haus Ripshorst, in dem
eine Ausstellung in die Themen Industrienatur
und Industrieböden einführt, ist auf zahlreichen
Standorten die Vielfalt der neuen Lebensräume einschließlich
ihrer typischen Industrieböden erleb- und erforschbar.
Angefangen hat die Eisen- und Stahlindustrie
im Ruhrgebiet mit dem Abbau von Raseneisenstein und dessen
Verhüttung mit Holzkohle. Dies war der Auslöser einer gewaltigen
Entwicklung, die im Ruhrgebiet zur Entstehung der Industrieböden
führte. Als historisches Relikt wird dieser Boden daher
- neben den Industrieböden - in der Ausstellung im Haus
Ripshorst präsentiert.
Ein typischer Industrieboden entsteht
auf Schottertrassen ehemaliger Bahnlinien, die im Ruhrgebiet
ein weitverzweigtes Netz bilden. Er besteht aus 30 - 40
cm mächtigen Kalkschotterlagen. In die Hohlräume des Schotters
dringen angewehte Staubpartikel ein und füllen diese allmählich
bis an die Oberfläche auf. Dieses Substrat bietet den Pflanzen
wenig Wurzelraum zur Speicherung von lebensnotwendigem Wasser
und Nährstoffen, für den ursprünglichen Emscherraum ein
seltenes Merkmal. Ein in dieser Form bisher unbekannter
Boden entsteht: Der Partikelintrusol. Einen
Eindruck dieses Bodens bieten die Flächen des ehemaligen
Sammelbahnhofs Essen-Frintrop.
Ein weiterer Industrieboden befindet
sich im Eisenhüttenwerk des Landschaftsparks Duisburg Nord.
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Saurer Rohboden mit geringer
Natursubstrat-Abdeckung in Aschen und Bergematerial über
Trümmerschutt vom Gelände der ehemaligen Kokerei der Zeche
Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf.

Foto: Jens Nober,
Ruhrlandmuseum Essen
Bildrechte: Dieter A. Hiller, Universität Essen
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