| So kommen
Sie hin:
Mit dem Auto:
Aus Greifswald kommend, fährt man nach Wieck/Eldena und gelangt
über die Hainstraße zur Gaststätte Waldhaus. Dort
gibt es am Eingang zum Wald auch Parkmöglichkeiten.
Der Elisenhain liegt ca. 5 km südöstlich
der Stadt Greifswald. Die Größe beträgt 401,7 ha.
| Der Elisenhain ist ein stadtnahes
Waldgebiet, das der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
gehört und ein traditionelles Exkursions- und Forschungsgebiet
Greifswalder Biologen und Geographen ist.
Die Waldwege sind nicht für Rollstühle
geeignet, im Frühjahr sind Gummistiefel empfehlenswert.
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Was ist zu sehen?
Boden-
und vegetationskundlich Interessierten werden auf diesem Lehrpfad
die naturgesetzlichen Beziehungen zwischen geologischem Substrat,
Bodenentwicklung und Vegetationsbedeckung verdeutlicht.
Dafür werden
Neukartierungen der Böden durchgeführt, typische Böden erläutert
und diese anhand von drei Profilen demonstriert.
Karte: Bodentypen
des NSG Elisenhain

(Quelle: Kwasniowski, 2000)
Im gesamten
Waldgebiet dominieren hydromorphe Böden. In den Senken sind es
vor allem Grundwasserböden wie Gleye und Niedermoore, die durch
die übermäßige Entwässerung z.T. stark vererdet sind. Die Böden
der flachen Grundmoränenplatten sind sowohl durch Grundwasser
als auch durch Staunässe geprägt Hier treten deshalb Braunerde-Gleye
und Braunerde-Amphigleye vergesellschaftet auf. Die Abb.1 (Profil
E 35) stellt eine Amphigley-Braunerde dar. In der Abbildung ist
die Horizontabfolge gut zu erkennen.
Im
Jahresverlauf erreicht das Grundwasser im Winter und Frühjahr
seinen Höchststand, um über den Sommer wieder abzusinken. Für
die herbstlichen Sickerwässer, die tief in den Boden eindringen,
wirken die Geschiebelehme als Staukörper. Diese Böden unterliegen
Wasserspiegelschwankungen bis über 1 m. In den höhergelegenen
grundwasserferneren Bereichen dominieren stauwasserbeeinflusste
Lessivé-Braunerden.
Abb.1:
Amphigley-Braunerde

Die profilprägenden
Prozesse sind Tonverlagerung, Pseudovergleyung und Verbraunung.
Eine Besonderheit stellt ein Kalkgley-Podsol (Abb. 2) dar. Dieser
Bodentyp bildete sich auf einem zweischichtigen Substrat aus:
Nährstoffarme glazilimnische Sande überlagern hier einen Geschiebemergel.
In der Abbildung erkennt man deutlich die durch die Podsolierung
hervorgerufenen Aus- und Einwaschungshorizonte sowie den massiven
Go+Bs-Horizont mit Grundwassereinfluss.
Abb.2: Kalkgley-Podsol

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