HamburgHH 1

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Teil 1]
Einleitung, Texte
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Teil 2] Lehrpfade: Hamburg: HH 1 = Hamburg - Bodenlehrpfad: Wohldorfer Wald
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Teil 3] EmpfehlungenSeitenende

Hamburg - Bodenlehrpfad: Wohldorfer Wald

So kommen Sie hin:

Mit Bus und Bahn:
von Hamburg aus die U-Bahn-Linie 1 Richtung Wohldorf-Ohlstedt. Der Weg von der U-Bahn zum Lehrpfad ist in der Karte eingezeichnet.

Mit dem Auto:
Sie erreichen den Bodenlehrpfad im Nordosten Hamburgs über die Bundesstrassen 432 und 75. Von der Bredenbekstr. (Strecke Wohldorf nach Duvenstedt) aus erreichen Sie den in der Karte gekennzeichneten Parkplatz. Von dort erreichen sie den Lehrpfad in wenigen Minuten zu Fuß. Die Wege sind auch für Rad- und Rollstuhlfahrer (z. T.) geeignet.

 

Was ist zu sehen?

Der Bodenlehrpfad Wohldorfer Wald befindet sich im Nordosten des Hamburger Stadtgebietes. Der überwiegend aus Laubhölzern bestehende Wald schließt ein Naturschutzgebiet mit vielen seltenen Pflanzen ein und ist ein von Hamburg aus gut erreichbares Naherholungsgebiet.

Lageplan (hh1_5.jpg)

Lageplan

Der Lehrpfad besteht aus vier Profilen, von denen drei als begehbare Aufschlüsse angelegt wurden. Jedes Profil ist mit einer Schautafel ausführlich in allgemeinverständlicher Form beschrieben. Eine Einführungstafel informiert über Boden allgemein, Notwendigkeit des Bodenschutzes und Entstehung des Wohldorfer Waldes. Alle Profile liegen im Wald und sind das ganze Jahr zugänglich.

Wasser bis zum Hals

Wasser bis zum Hals (hh1_2.jpg)

Ein Boden aus Lehm

Ein Boden aus Lehm (hh1_2.jpg)

Kontakt und weitere Infos:
Prof. Dr. G. Miehlich
Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg
Allende-Platz 2
20146 Hamburg
Tel.: 040-42838-2017
E-Mail:
G.Miehlich@ifb.uni-hamburg.de

weitere Infos:
www.bodenlehrpfad.de sind die Infotafeln der Lehrpfade Harburger Berge und Wohldorfer Wald sowie ein ausführlicher Exkursionsführer für Fachpublikum (150 Seiten, mit Analysedaten) herunterzuladen. Die Profilfotos sind ebenfalls abrufbar.

 

Böden und Landschaft

Vor ca. 18.000 Jahren lag in diesem Gebiet der Gletscherrand der Weichselvereisung. Durch die Gletscher wurde zerkleinertes Gesteinsmaterial herantransportiert und abgelagert (Moräne). Beim Abtauen der Gletscher blieben z.T. größere Eisblöcke unter dem Moränenmaterial verschüttet und tauten nur sehr langsam ab. Das aufliegende Material sackte bei dem Auftauprozess nach und es entstanden abflusslose Vertiefungen (Toteislöcher und Sölle). Das Exkursionsgebiet hat daher ein kuppiges Relief mit vielen abflusslosen Senken.

Den größten Anteil der bodenbildenden Substrate bildet das durch die Gletscher abgelagerte Moränenmaterial (Geschiebelehm).

Nicht ganz dicht

(hh1_3)

Doppelter Boden

(hh1_4.jpg)

Das Moränenmaterial ist durch die ehemals aufliegenden Eismassen sehr dicht gelagert, so dass das Niederschlagswasser überwiegend oberflächlich abfließt, was zu einer Vielzahl an kleinen Bächen im Wohldorfer Wald führt. Durch stauendes Wasser im Oberboden entwickelten sich Pseudogleye, in den trockneren Bereichen haben sich überwiegend Parabraunerden entwickelt. In den abflusslosen Senken staut sich das Wasser über lange Zeiträume, so dass sich zum Teil kleine Moore gebildet haben.

Im Nordwesten des Gebietes sind die Moränenablagerungen von Flugsanden überdeckt, die vermutlich in dem kalten, trockenen Klima am Ende der Eiszeit herangeweht wurden. In diesen nährstoffarmen Sanden finden sich Podsole und Podsol-Gleye.

Sehr junge Sedimente haben sich entlang der größeren Bachläufe abgelagert. In diesen grundwasserbeeinflussten Substraten haben sich Gleye entwickelt, die z.T. starke Eisenanreicherungen aufweisen (Raseneisenstein).

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Reiseführer - Zu den Böden Deutschlands Erstellt: 18.06.2001; Letzte Aktualisierung: 29.06.2001 © Umweltbundesamt, Berlin