A
|
|
|
| Ablation |
|
Abschmelzen
von Gletschern |
| äolisch |
|
Oberbegriff
für Windtransport und ablagerung |
| Aufschluss |
|
Schürfgrube,
die zur vollständigen Beschreibung und Beprobung aller Horizonte eines
Bodenprofils aufgegraben wird. |
| Austauschkapazität |
|
Summe
der austauschbaren Kationen (positiv geladene Teilchen) oder Anionen
(negativ geladene Teilchen) in 100 g Bodensubstanz |
B
|
|
|
| Bodenart |
|
Korngrößenzusammensetzung
des mineralischen Bodenmaterials nach den prozentualen Anteil der
drei Kornfraktionen Sand, Schluff und Ton |
| Bodenhorizont |
|
annähernd
parallel zur Bodenoberfläche verlaufende, durch Prozesse der Bodenbildung
entstandene und nahezu einheitlich ausgebildete Bereiche des Bodens |
| Bohrstock |
|
Gerät
zur Entnahme von Boden- und Gesteinsproben |
| Braunerde |
|
Böden
mit braungefärbtem Unterboden (Bv-Horizont) durch Freisetzung von
Eisenoxiden bei der Silikatverwitterung, siehe auch Verbraunung |
C
|
|
|
| Catena |
|
(lat.
Kette) räumliche Abfolge und räumliche Verteilung entstehungsgeschichtlich
verwandter Bodenprofile bzw. Landschaftstypen in einem Areal |
D
|
|
|
| Devon |
|
geologische
Formation des Erdzeitalters Paläozoikum vor 408-360 Mill. Jahren |
| diagenetisch |
|
Umwandlung
lockerer Sedimente in feste Gesteine und deren weitere Veränderung
durch mechanische oder chemische Vorgänge unter Einwirkung von Druck,
Temperatur und/oder Porenwasser |
E
|
|
|
| Endmoräne |
|
Aufschüttung
durch Gletscher, die mit nahezu gleicher Geschwindigkeit an der Basis
neu gebildet wurden und am Gletscherfuß abtauten |
| Erosion |
|
durch
Eingriffe des Menschen ermöglichte und durch erosive Niederschläge
oder erosiven Wind ausgelösten Prozesse der Ablösung, des Transportes
und der Ablagerung/Akkumulation von Bodenpartikeln |
F
|
|
|
| Fahlerde |
|
Parabraunerde
mit sehr starker Tonverlagerung und anschließender Versauerung. Dadurch
entsteht unter dem Humushorizont ein fahler Horizont.
. Die Fahlerde gehört zur Bodenklasse der Lessivés |
| Fließerde |
|
Gelisolifluktionsdecke,
die durch das sommerliche Auftauen von Boden auf dauerhaft gefrorenem
Untergrund schon bei geringem Gefälle ins Fließen gerät |
| Flugsand |
|
äolisches
Sediment mit einem Sandanteil von mehr als75 Masse %. |
G
|
|
|
| Geschiebe |
|
durch
Gletscher oder Inlandeis transportierte und dabei abgeschliffene Gesteinstrümmer,
die in Moränen (siehe Grundmoräne, Endmoräne) abgelagert werden |
| Geschiebelehm |
|
lehmiges
entkalktes Material mit Steinen und Blöcken (Geschiebe), das vom Gletscher
abgelagert wurde |
| Geschiebemergel |
|
wie
Geschiebelehm, nur kalkhaltig |
| glaziale
Genese |
|
siehe
Grundmoräne, Endmoräne, Sander, Urstromtal |
| glazifluviatil |
|
geschichtete
Sedimentation des Eisschmelzwassers mit unterschiedlicher Korngrößenzusammensetzung |
| glazilimnisch |
|
Sedimentbildung
durch Schmelzwasser von Gletschereis. Es entstehen dabei charakteristische
Sedimente, wie z.B. Bänderton. |
| Gley |
|
von
oberflächennahem Grundwasser geprägter Boden, siehe auch Vergleyung |
| Grundmoräne |
|
Aufschüttung
durch Gletscher, bei denen die Abtauungsprozesse überwogen haben und
die sich somit zurückgezogen haben |
H
|
|
|
| Horizont |
|
Siehe
Bodenhorizont |
| Humus |
|
Ergebnis
stetiger Ab-/Um- und Aufbauprozesse von abgestorbenen organischen
Materialien (besitzt einen inerten (unbeeinflußbaren)
und einen labilen Anteil) |
| hydromorph |
|
Böden,
bei deren Dynamik die Grundwasser- und/oder Staunässemerkmale von
ausschlaggebender Bedeutung sind. |
| |
|
|
I
|
|
|
| |
|
- |
J
|
|
|
| |
|
- |
K
|
|
|
| Keuper |
|
Abteilung
der Erdformation Trias des Erdzeitalters Mesozoikum vor 205
195 Mill. Jahren. |
| Kolluvisol |
|
Boden
mit einem durch Wasser-, Winderosion oder menschlichen Eingriffen
bedingten humosen Umlagerungshorizont |
| Kolluvium |
|
Bei
überwiegend flächenhafter Erosion abgetragenes und am Fuß des Hanges
wieder abgelagertes Bodenmaterial |
L
|
|
|
| Latosol |
|
Boden
des tropischen Klimas mit Wechsel von heiß-feuchtem und trocknen Perioden;
entstanden aus unterschiedlichen Silikatgesteinen durch Wegführung
von Silikatverbindungen bei hoher Temperatur und Wasserüberschuss |
| Lehm |
|
Korngrößengemisch
aus allen drei Korngrößenklassen Sand (0,063-2 mm), Schluff (0,002
- 0,063 mm) und Ton (< 2 µm) (auch Dreikorngemenge) |
| Lessivé |
|
siehe
Parabraunerde. Bodenklasse zu der Braunerden und Falherden gehören |
| Lessivierung |
|
Abwärtsverlagerung
von Tonbestandteilen in einem Boden unter wechselfeuchten Bedingungen |
| Löß |
|
Windtransportiertes
eiszeitliches, kalkhaltiges Material mit einer Korngröße von 0,002
- 0,063 mm. |
M
|
|
|
| Mergel |
|
kalkhaltiger
Lehm mit 20 - 40 % Ton |
| Morphologie |
|
äußere
Gestalt / Form, z. B. Oberflächenformen der Erde |
| Mudde |
|
feinkörniges
Sediment mit einem hohen Anteil an organischem Material, das unter
weitgehendem Sauerstoffabschluss fault |
N
|
|
|
| |
|
- |
O
|
|
|
| |
|
- |
P
|
|
|
| Parabraunerde |
|
Bodentyp,
für den eine mechanische Verlagerung von Tonteilchen ohne vorherige
Mineralisierung (Zersetzung) vom Oberboden in den Unterboden, der
zumeist aus Löß besteht, charakteristisch ist |
| Pararendzina |
|
Bodentyp,
entstanden auf kalkreichem Silikatgestein oder Lockergesteinen ohne
Anreicherungshorizont |
| Pelosol |
|
Boden,
der sich aus primär tonreichem Ausgangsgestein entwickelt |
| Plaggen |
|
Boden,
der durch den Auftrag von ortsfernen Gras- oder Heidestücken künstlich
verbessert wurde. |
| Pleistozän |
|
unterste
Abteilung der Erdformation Quartär des Erdzeitalters Känozoikum vor
1,5 0,16 Mill. Jahren |
| Podsol |
|
Bodentyp
mit deutlicher Eisen- und Humusverarmung (Ausbleichung) im Oberboden
und entsprechende Anreicherung im Unterboden durch Eisenfreisetzung
bei der Silikatverwitterung, siehe auch Podsolierung |
| Podsolierung |
|
Beinhaltet
die Umlagerung metallorganischer Verbindungen durch perkolierendes
(durchfließendes) Wasser aus dem Ober- in den Unterboden. Findet besonders
bei mangelhafter Zersetzung der organischen Substanz infolge Nährstoff-
oder Wärmemangels sowie relativ geringer Gehalte mobilen Eisens. |
| Pseudogley |
|
Bodentyp,
der durch den Wechsel von Staunässe und Austrocknung entsteht und
dadurch eine charakteristische fahlgraue und rostfarbene Marmorierung
besitzt. Siehe auch Vergleyung |
| Pseudovergleyung |
|
Umlagerung
gelöster metallorganischer Verbindungen oder reduzierter Fe2+- und
Mn2+-Ionen durch gestautes Wasser. Lösung und Bewegung erfolgen unter
Sauerstoffmangel und bewirken eine Bleichung. In Zonen höherer Sauerstoffgehalte
erfolgt dann die Bildung von Fe/Mn Oxiden in Form von Rostflecken
und/oder Zusammenballungen (Konkrektionen). Bleich- und Rostzonen
liegen meist nur wenige mm - cm auseinander. Ursache des Wasserstaus
sind hohe Niederschläge sowie ein durch tonreiches, dicht lagerndes
Gestein oder durch Tonverlagerung entstandener Tonkörper (siehe Lessivierung) |
Q
|
|
|
| Quartär |
|
geologische
Formation des Erdzeitalters Känozoikums vor 1,50,01 Mill. Jahren |
R
|
|
|
| Ranker |
|
Rohbodentyp,
der sich aus karbonatfreiem Gestein entwickelt hat und einen Humusanreicherungshorizont
besitzt |
| Reduktosol |
|
Boden,
bei denen einige Bodenhorizonte durch reduzierende Gase entstanden
sind |
| Regosol |
|
Rohbodentyp
mit humosen Oberboden (Ah-Horizont) über lockerem Ausgangsmaterial |
| Rendzina |
|
meist
flachgründiger Bodentyp (Rohboden), der aus kalk- oder sehr karbonathaltigen
Gesteinen hervorgegangen ist |
S
|
|
|
| Sand |
|
Hauptfraktion
im Feinboden mit einer Korngröße von 0,063 - 2mm |
| Sander |
|
keilförmige
Fläche, die beim Abtauen eines Gletschers durch die abfließenden Wässer
gebildet worden ist. Entsprechend ihrer Entfernung vom Eisrand wurden
durch die Schmelzwasserabflüsse gut sortierte Schotter und Sande abgelagert
|
| Schiefer |
|
alle
Gesteine, die sich leicht in dünne, ebene Platten spalten lassen.
Die Spaltbarkeit ist diagenetisch bedingt |
| Schluff |
|
Hauptfraktion
des Feinbodens mit einer Korngröße von 0,002 - 0,063 mm |
| Schwarzerde |
|
im
kontinentalen Steppen- und Waldsteppenklima vor allem aus Löß entstandener
Boden mit einem mächtigen Humus-Horizont, der durch das Zusammenwirken
von Witterungsverlauf, Steppenvegetation und Tätigkeit von Bodenorganismen
entstanden ist |
| Schwemmfächer |
|
fächerartige
Ablagerungsform von meist linienhaft zugeführtem Bodenmaterial, vor
allem aufgrund des abnehmenden Gefälles und damit nachlassender Transportkraft
des Wassers |
| Silikate |
|
wichtigste
primäre Minerale der Magmatite, aus denen durch Verwitterung sekundäre
Neubildungen entstehen können und mineralische Nährstoffe freigesetzt
werden |
| Soden |
|
herausgestochene
Bodenstücke aus der obersten humosen Bodenschicht mit Bewuchs |
| Solifluktion |
|
Fließbewegung
und Umlagerung von wassergesättigtem Boden hangabwärts. Ausgelöst
wird diese Bewegung durch den Wechsel von Gefrieren und Auftauen von
Boden über dauerhaft gefrorenem Untergrund |
| Substrat |
|
das
Material, dass zu Beginn der Bodenbildung an der Geländeoberfläche
angestanden hat |
T
|
|
|
| Tertiär |
|
geologische
Formation des Erdzeitalters Känozoikums vor 70-1,5 Mill. Jahren |
| Terra
fusca |
|
Boden
mit einem meist geringmächtigen, humosen Oberboden gefolgt von einem
tonreichen, gelblich- oder rötlich-braunen Horizont mit feinpolyedrischem
Gefüge über einem carbonathaltigen Ausgangsgestein |
| Ton |
|
Hauptfraktion
im Feinboden mit einer Korngröße von < 2 µm |
| Torf |
|
biologisch:
Humusform der Moore als Bodenauflage aus wenig zersetzten, konservierten
Pflanzenresten. bergmännisch: Ein meist nacheiszeitliches organogenes
Gestein mit einem Anteil von mindestens 30 % organischer Substanz
in der Trockenmasse |
| Tonminerale |
|
blättchenförmige
Minerale mit unterschiedlichem Schichtaufbau (Zweischicht-, Dreischichttonminerale),
die erst durch den Prozess der Verwitterung (hier: chemische V. mit
Hilfe der Hydrolyse) z. B. aus Silikatgesteinen entstehen. Durch ihre
Fähigkeit, an freien Ladungsplätzen Ionen austauschbar zu binden,
sind sie für die Nährstoffversorgung von Böden sehr wichtig |
| Treposol |
|
Boden,
der durch einen Tiefenpflug umgebrochen worden ist (Tiefenumbruchboden) |
| Tschernosem |
|
s.
Schwarzerde |
U
|
|
|
| Urstromtäler |
|
Täler,
durch die Gletscherwasser in die Meere abgeflossen ist |
V
|
|
|
| Vergleyung |
|
Umlagerung
gelösten Eisens und Mangans durch in Kapillaren aufsteigendes Grundwasser
aus dem Unter- in den Oberboden. Voraussetzungen sind im Grundwasserbereich
Sauerstoffarmut, Reichtum an Reduktoren und mobilisierbare Fe- und
Mn-Verbindungen. Im Oberboden müssen luftgefüllte Hohlräume vorhanden
sein |
| Verlehmung
/ Verbraunung |
|
dieser
Prozess beinhaltet die Bildung von Tonmineralen und Eisenoxiden. Er
ist eng mit der Verwitterung der Silikatminerale verknüpft und bewirkt
mit dieser die Umformung des Ausgangsgesteins in einen tonhaltigen
bzw. tonreicheren, braun gefärbten Boden. |
| Verwitterung |
|
die
Zerkleinerung, Lösung oder Mineralumwandlung von Gesteinen an der
Erdoberfläche. Es werden die physikalische (z. B. Frostsprengung),
chemische (z. B. Hydrolyse) und biologische (mit Hilfe von z. B. Pflanzenausscheidungen)
V. unterschieden |
W
|
|
|
| Wüstungen |
|
aufgegebene
ländliche Siedlungen oder landwirtschaftliche Flure |
X
|
|
|
| |
|
- |
Y
|
|
|
| |
|
- |
Z
|
|
|
| |
|
- |