Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosystemforschung
(BITÖK)
Universität Bayreuth
Dr.-Hans-Frisch-Str. 1-3
95440 Bayreuth
Tel.: 0921-55-5700
So kommen
Sie hin:
Mit
Bus und Bahn:
Linie 2 ab Markt in Richtung Industriegebiet
St. Georgen bis zur Haltestelle Sophian- Kolb- Straße.
Mit
dem Auto:
Über die Autobahn A9 Nürnberg
- Berlin. Folgen Sie zunächst den Hinweisschildern Rotmain-Center/
Stadtmitte. An der Einfahrt zur Dr. Hans-Frisch Straße müssen Sie
links abbiegen, dann haben Sie BITÖK bereits erreicht.
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Was ist zu sehen?
Das Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosystemforschung
(BITÖK) der Universität Bayreuth betreibt im Fichtelgebirge und
im Steigerwald mehrere Intensivmessflächen.
Innerhalb des etwa 4 km2 großen, bewaldeten
Einzugsgebietes des Lehstenbaches im Fichtelgebirge werden der Stoff-
und Wasserhaushalt gemessen, um Auswirkungen anthropogener Stoffeinträge
auf das Waldökosystem, auf Boden und Wasser zu erforschen.
Die im September 2000 angelegte Profilgrube
befindet sich innerhalb der eingezäunten Hauptuntersuchungsfläche
"Coulissenhieb" auf einer Höhe von 778 m über NN. Hier
kann ein für diese Region typischer Boden besichtigt werden.
Podsol-Braunerde

Es handelt sich um eine Podsol-Braunerde. Dieser
Boden entwickelte sich auf nährstoffarmem Granitgestein. Er ist
sehr sauer mit pH-Werten zumeist kleiner als 4. Im obersten Bereich
erkennt man eine bis zu 10 cm mächtige Humusauflage, ein Anzeichen
für einen gehemmten Abbau der anfallenden Streu. Aus dem folgenden
Horizont werden organische Substanzen sowie Eisen und Aluminium
ausgewaschen und verursachen die graue Färbung. In tiefer liegenden
Horizonten werden diese Stoffe wieder abgelagert und sind so verantwortlich
für die dunkelbraune bzw. rotbraune Färbung. Auffällig ist im gesamten
Profil der hohe Steingehalt. Aufgrund der starken anthropogenen
Säureeinträge in der Vergangenheit sind diese Böden noch heute eine
permanente Säurequelle für das Grund- und Bachwasser. Auf der Versuchsfläche
wächst ein 125 Jahre alter Fichtenforst mit den Unterwuchsarten
Blaubeere, Drahtschmiele und wolliges Reitgras.
Pseudovergleyte Braunerde

Im Bereich des Forstamts Ebrach liegt in einem
etwa 0,5 ha großen, bewaldeten Wassereinzugsgebiet die Intensivmessfläche
"Steinkreuz". Im Steigerwald werden der Stoff- und Wasserhaushalt
gemessen, um Auswirkungen anthropogener Stoffeinträge auf das Waldökosystem,
auf Boden und Wasser zu erforschen.
Hier befindet sich auf einer Meereshöhe von
460 m über NN die im September 2000 angelegte Profilgrube, wo eine
pseudovergleyte Braunerde besichtigt werden kann. Die Bodenentwicklung
erfolgte auf sandigen Sedimenten mit tonigen Ablagerungen in tieferen
Schichten des Profils (graue Färbung). Unterhalb der geringmächtigen
Humusauflage lassen sich mit zunehmender Tiefe eine Akkumulation
von Humus (dunkel gefärbter Horizont), eine Anreicherung von Verwitterungsprodukten
(Eisenoxide; Braunfärbung) und die Wirkung von stauender Nässe (Rostflecken)
erkennen. Ursache für die stauende Nässe sind die dichte Lagerung
des Sandes und die tonigen Schichten im unteren Bereich des Profils.
Dieser Boden ist mit pH-Werten von 4-5 relativ sauer. Der vorhandene
Laubwald (Luzulo-Fagetum) aus Buchen und Traubeneichen kann als
eine standortangepasste Form der Landnutzung bezeichnet werden.
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