| So kommen Sie hin: Mit Bus und
Bahn:
Thyrow liegt an der Bahnstrecke Berlin
Halle. Der Regionalzug hält alle 2 Std. in
Thyrow. Vom Bahnhof Thyrow sind es ca. 30 Min.
Fußweg bis zum Versuchsstandort zurückzulegen.
Zu empfehlen ist ein Fahrrad.
Mit
dem Auto:
Über die B 101, die durch den Ort führt, zu
erreichen.
Für Rollstuhlfahrer gibt es keine Beschränkung,
an das Profil zu gelangen.
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Was ist zu sehen?
In Thyrow hat sich ein
Standort der pflanzenbauwissenschaftlichen Lehre
und Forschung entwickelt, der wegen seiner
Bodenverhältnisse (humusarme Sandböden) und
seine historische Entwicklung (von Opitz 1936 als
Versuchsbetrieb gegründet) spezifische
Besonderheiten aufweist. Der Standort Thyrow ist
eine von drei im brandenburgischen Umland
befindlichen Experimentalbasen der
Versuchsstation Pflanzenbauwissenschaften des
Institutes für Pflanzenbauwissenschaften der
Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der
Humboldt-Universität zu Berlin. Thyrow ist auch
international bekannt durch seine langjährigen
Dauerfeldversuche (Statischer
Nährstoffmangelversuch (1937); Statischer
Bodenfruchtbarkeitsversuch (1938); Statischer
Düngungs- und Beregnungsversuch (1969).
Außerdem sind auf den Versuchsflächen
lehrunterstützende Demonstrationsversuche mit
Kulturpflanzenarten und -sorten neben
projektgebundenen Feldversuchen zu besichtigen.
Alljährlich wird im Juni zu einem Feldtag
eingeladen.
Ständig geöffnet ist eine
1,5 m tiefe Profilgrube (2m x 3m), die über 5
Stufen begehbar ist. Sie ist zu erreichen über
den Wirtschaftshof und befindet sich rechts neben
der Wetterstation. Die Wänd der Grube geben
einen guten Einblick über die
Bodenheterogenität.
Das Ausgangsmaterial des
Bodens ist Geschiebedecksand mit einer
Mächtigkeit von 0,5 bis > 2 m über
Geschiebemergel. Geschiebemergel tritt nur an der
rechten Seite der Grube bis 1,3 m Tiefe hervor.
Braunerden und Fahlerden sind die vorherrschenden
Bodentypen. Das Photo zeigt eine
Braunerde-Fahlerde, einen Subtyp der Fahlerde.
Horizontabfolge: Ap / Bv -
Ael / Ael / Ael + Bt /Bt (der C-Horizont wurde in
der Profilgrube noch nicht erreicht).
Der Substrattyp ist
kiesführender Sand (aus Geschiebedecksand) über
tiefem kiesführenden Moränenlehm (aus
Geschiebemergel).
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Kontakt und weitere Infos:
Herr Baumecker
(Leiter des Versuchsstandorts)
Humbold-Universität Berlin
Versuchsstation Institut für
Pflanzenbauwissenschaften
Standort Thyrow
Dorfstr. 9
14974 Thyrow
Tel.: (033731) 15469
Fax: (033731) 80307
eE-Mail: michael.baumecker@
agrar.hu-berlin.de |
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Böden und Landschaft
Der Versuchsstandort Thyrow
liegt südlich von Berlin im Gebiet der
mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen
im Bereich der Nuthe-Notte-Niederung, die sich
südlich der Teltower Platte anschließt. Aus
dieser Niederungslandschaft erheben sich mehrere
Grundmoränenplatten der letzten Inlandvereisung
(Weichseleiszeit) mit aufgesetzten
Stauchmoränenrücken und -kappen. Im Ostteil des
Gebietes verlaufen diese in zwei Staffeln, wobei
Thyrow auf der nördlichen dieser Staffeln 42 m
über NN liegt. Vorherrschend sind
grundwasserferne Sand- bis anlehmige Sandböden.
Mit nur 5 % Ton- und Feinschluff-Anteilen sind
sie arm an Feinanteilen und wenig fruchtbar. Im
langjährigen Mittel fielen 496 mm Niederschlag.
Durch häufig auftretende Vorsommer- und
Sommertrockenheit sind die Pflanzenbauerträge
stark witterungsabhängig.
Profil: Braunerde-Fahlerde

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