| So kommen Sie hin: Mit Bus und
Bahn:
Der Bodenprofilkomplex Sternebeck befindet sich
westlich des Ortes Sternebeck im Landkreis
Märkisch-Oderland, der über die Landstraße von
Prötzel nach Bad Freienwalde bzw. umgekehrt zu
erreichen ist. Vom S-Bahnhof Strausberg (S 5)
fährt der Linienbus 885 des Berlin/Brandenburger
Verkehrsverbunds in Richtung Bad Freienwalde. Von
dort kann man bequem mit der Bahn
(Brandenburg-Ticket) nach Berlin zurück fahren.
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Was ist zu sehen?
Es handelt sich um gut
aufgeschlossene, umfassend untersuchte
Bodenprofile, die sowohl typische Verhältnisse
Ost-Brandenburgs (Braunerde, Fahlerde) als auch
spezielle Verhältnisse (Podsol) dokumentieren.
Die bodenkundliche Ausnahmestellung beruht auf
der engen Verzahnung von pleistozänen und
tertiären Sedimenten. Das Ausgangsmaterial der
Bodenbildung besteht häufig aus Mischsubstraten
mit unterschiedlichen Quartär-Tertiäranteilen,
die die Bodenbildung deutlich beeinflusst haben.
Die Besonderheit der geologischen Situation und
das räumliche Nebeneinander sehr
unterschiedlicher Böden waren Anlass zu
zahlreichen Untersuchungen (Kopp &
Kowalkowski 1990, Bussemer 1998) mit
detaillierten Analysen.

Lageplan
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Kontakt und weitere Infos:
Dr. habil. D. Kopp
Dömitzer Str. 20
19303 Tewswoos
Tel.: 038759 - 20463Dr. S. Bussemer
LMU
Institut für Geographie
Luisenstr. 37
80333 München
Tel.: 089 2180 6659
Fax: 089 2180 6732
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Die Bodenprofile
1 Braunerde
Die Braunerden treten auf
der Tertiärscholle gewöhnlich als
Normbraunerden auf, können auf
Subvarietätenniveau als schwach bis mäßig
podsolige Braunerden ausgebildet sein. Die
homogenen braunen Verwitterungshorizonte (Bv)
sind basisnah mit nordischen Geschieben
angereichert. Dieser Verwitterungshorizont ist
sowohl auf der Tertiärscholle als auch in ihrer
weiteren Umgebung sehr gleichartig ausgebildet.
An seiner Basis folgt meist ein sehr schwach
erkennbarer Verwitterungshorizont (Cv).
Das weißliche
Ausgangsgestein (Quarzsande) ist im Anschluß an
die Verwitterungshorizonte tiefgründig
entschichtet und bänderfrei.
2 Podsol
Typusprofil ist ein
Eisen-Humuspodsol mit einem für das
Jungmoränenland außergewöhnlich intensiven
Podsolierungsgrad. Er weist zwischen dem Ae- und
BhsHorizont dieselbe Anreicherung von
nordischen Geschieben auf. Der Podsol besitzt
eine Grundmasse aus grobsandigen Quarzen, welche
den Tertiäreinfluß bis in den Oberboden
verdeutlichen. Sein Illuvialhorizont ist sichtbar
in einen kompakten oberen und einen
diffus-fleckigen unteren Teil gegliedert. Es ist
jedoch kein Schichtungsunterschied zwischen ihnen
zu erkennen.
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Braunerde-Fahlerde
Die Profile mit
Tonhäutchen-Horizonten werden im unmittelbaren
Schollenbereich durch einen ungewöhnlich
mächtigen tonverarmten Profilteil
(Aeh-Bsv-Bv-Al) gekennzeichnet. An der Basis des
homogenen Braunhorizonts läßt sich die
Steinanreicherung erkennen, wobei diesmal Al- und
Bt-Horizont mit Geschieben bestückt sind. Al-
und Bt-Horizont sind im Übergangsbereich
intensiv miteinander verzahnt. Ihren Untergrund
bildet eine Grundmoräne, in der neben dem
plattigen Gefüge auch noch Abschnitte mit
deutlichen Karbonatgehalten (Geschiebemergel)
sichtbar werden. Darunter wechselt der
Geschiebemergel von eiszeitlichen (glazialen)
Vorschüttsanden mit nordischen Geschieben und
später dann von Tertiärsanden abgewechselt.
Letztere wurden bislang aber nur von Bohrungen
erreicht und sind nicht zu besichtigen.
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