BrandenburgBB 2

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Teil 1] Einleitung, Texte
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Teil 2] Lehrpfade: Brandenburg: BB 2 = Eberswalde - Lehrpfad "Neuer Botanischer Garten"
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Eberswalde - Lehrpfad "Neuer Botanischer Garten"

So kommen Sie hin:

Mit Bus und Bahn:
Vom Bahnhof Eberswalde aus ist der Bodenlehrpfad innerhalb von 20 min zu Fuß (Richtung Bernau bzw. Forstbotanischer Garten) erreichbar.

Vom Bahnhof zur Forstlichen Fachhochschule Eberswalde (FFH) fahren Busse (Stadtplan unter http://www.eberswalde.de/

Mit dem Auto:
Über die B2 von Bernau kommend zum Forstbotanischen Garten fahren.
Die Wanderung kann einerseits am Parkplatz der FFH in der Möller­straße beginnen oder am Parkplatz des Forstbotanischen Gartens am Schwappachweg

 

Was ist zu sehen?

Im „Neuen botanischen Garten“ gibt es einen Bodenlehrpfad. In dem etwa 20 ha großen Waldstück wird anhand von 50 forstlich zu bewirtschaftenden Kleinbeständen die Anbaufähigkeit fremdländischer Gehölze geprüft. So ist im Bereich des Bodenlehrpfades das Wachstum von Kiefern, Buchen, Erlen aber auch Douglasien, Tannen und Mammutbäumen auf unterschiedlichen Böden nachvollziehbar.

Die Bodenprofile

1. Braunerde aus Dünensanden über glazifluviatilen Lehmen

2. Podsol auf Dünensanden

3. Basenreiches Niedermoor

4. Braunerde auf Talsanden


Lageplan

Lageplan (bb2_1.jpg)

Kontakt und weitere Infos:
Dr. B. Strohbach
Landesforstanstalt Eberswalde (LFE)
Alfred-Möller-Str. 1
16225 Eberswalde
Tel.: 03334 - 650
 



Böden und Landschaft

Der „Neue Botanische Garten liegt am Rande des Thorn (Torun´) – Eberswalder Urstromtals, das in einem mehr­phasigen Prozess, beginnend mit dem Pommerschen Stadium der Weichselkaltzeit, angelegt wurde. Die Profile gehören daher zu Böden, die sich auf glazifluviatilen und fluviatilen Sanden und Kiesen entwickelt haben. Daneben sind Profile auf äolischen Sedimenten (Binnendünen) aufgeschlossen. Ein kleinflächig eingeschlossenes Moor geht in seiner Entstehung auf das Alleröd zurück.

Das Profil 1 liegt in insgesamt hängigem, in nördwestlicher Richtung flach abfallendem Gelände, das Aufwölbungen, sowie Dellen zeigt, die teilweise auf menschliches Zutun zurückzuführen sein dürften. Alte Rotbuchen sind bestandesbildend.

Graue Mineralkörner weisen auf eine beginnende Podsolierung im humosen A – Horizont hin. Darunter folgt ein hellbrauner, schwach humoser Verwitterungshorizont (Bhv, Cv) in mittel- bis feinsandigem Bodenmaterial.

Die Profilgrube 2 liegt im Oberhangbereich einer Binnendüne. Die Profilgrube ist nordwestexponiert angelegt worden. Mit Neigungen von 17° ist der Hangbereich sehr stark geneigt.

Das „Schlangenpfuhl“ (Profil 3) ist ein Kesselmoor, das durch zuströmendes Grund- und Oberflächenwasser genährt wird. Früher war auf diesen kleinem Moorkörper von 1 ha Größe eine Schwarzerlenversuchsanlage der Forstlichen Fakultät etabliert, deren Reste noch heute zu sehen sind.

Die Bodengrube (4) liegt am Terrassenrand zur unterhalb verlaufenden Schwärze. In Richtung Ost weist das Areal ein Gefälle von 2° (schwach geneigt) auf. Douglasie, Rot- und Hainbuche führen zu der Entwicklung von günstigeren Moderhumusformen.

Die Bodengrube (5) liegt im Unterhang­bereich des Schwärzetals. Bis in 100 cm Tiefe sind Sedimente aus der Umgebung abgelagert worden.

Profil 5: Kolluvisol (bb2_2.jpg)

Profil 5: Kolluvisol

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Reiseführer - Zu den Böden Deutschlands Erstellt: 18.06.2001; Letzte Aktualisierung: 29.06.2001 © Umweltbundesamt, Berlin