Foto: G. Brümmer.

DEN BODEN UNTER DEN FÜßEN VERLIEREN

Der Boden wird oft als Haut der Erde bezeichnet. Ein treffender Vergleich. Nur passen wir auf unsere eigene Haut meist deutlich besser auf.

Themen:

Vom Winde verweht

Unbedeckter Boden ist ungeschützt

Boden vom Acker gemacht

55 kg Boden im Jahr ...

Maisanbau

Weinbau an steilen Hängen

Schluchtenbildung

Ein Berg geht talwärts

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Vom Winde verweht     top     schließen

 


Foto: A. Rehse.

 

 

Eine dichte Vegetation schützt den Boden vor Austrocknung. Ungeschützter Boden kann leicht durch Wind verblasen und fortgetragen werden. Meist ist Übernutzung die Ursache für die Winderosion.


 

 

 

 

 

 

 

 

Unbedeckter Boden     top     schließen

 

Foto: S. Lazar.

 

Unbedeckter Boden ist ungeschützt

An der Nordsee wird unbedeckter Sandboden schnell vom Wind fortgeblasen. Es entstehen kleine Inseln, die noch bewachsen sind, während der umliegende Boden bereits abgetragen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

Boden vom Acker gemacht     top     schließen


Foto: B. Mohr.

 

Auf unbedeckten und frisch gepflügten Feldern kann der Wind flächenhaft Boden abtragen. Im Durchschnitt beträgt der Bodenabtrag in Europa 0,1 Millimeter pro Jahr (Press/Siever 1995).

Das scheint auf den ersten Blick nicht viel. Auf Ackerflächen können jedoch bereits bei einem heftigen Regenschauer bis zu 2,3 Millimeter Boden abgespült werden.

 

 

 

 

 

 

 

55 kg Boden im Jahr     top     schließen


Foto: B. Mohr.

 

In intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten in Deutschland wurde ein jährlicher Bodenabtrag von ca. 20 Tonnen pro Hektar Ackerfläche ermittelt. Das sind im Durchschnitt 55 kg pro Hektar täglich.

Video: Landwirtschaft

 

 

 

 

 

Maisanbau     top     schließen


Foto: S. Lazar.

 

Insbesondere Pflanzen, die wie Mais den Boden lange Zeit unbedeckt lassen, begünstigen die Abschwemmung. In langen Trockenperioden wird der Boden zusätzlich ausgetrocknet und kann vom Wind abgetragen werden.

Bodenschonende Nutzung in Land- und Forstwirtschaft

 

 

 

 

 

 

Weinanbau an steilen Hängen     top     schließen


Foto: S. Lazar.

 

In Weinbergen kann an steilen Hängen ebenfalls schnell Boden abgeschwemmt werden. Durch den Terassenbau und die Anpflanzung von Gras zwischen den Reben wird die Erosion wie hier am Kaiserstuhl weitgehend verhindert.

Guter Wein auf gutem Boden

 

 

 

 

 

 

Schluchtenbildung     top     schließen


Foto: S. Lazar.

 

Vor allem bei weichem Bodenmaterial und Gestein kann das abfließende Niederschlagswasser zu tiefen Einschnitten im Hang führen. Diese sog. Schluchtenbildung kann teilweise in wenigen Stunden geschehen.

 

 

 

 

 

 

Ein Berg geht talwärts     top     schließen


Foto: S. Lazar.

 

Kleine Lücken in der Grasdecke können die Ursache von größeren Massenbewegungen wie Bergrutschen oder Muren sein. Der beste Schutz ist eine dichte Vegetation durch Wald.


Weitere Informationen unter Erosionsböden und -landschaften in aller Welt

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